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Klimaschützer: Wein trinken und Wasser predigen

Zum Bericht „Grüne fliegen viel, AfD-Wähler am seltensten“ und zu dem Kommentar „Die Kraft, die stets das Gute will“ von Georg Anastasiadis (Politikteil):

Laut Bundestagsverwaltung flogen in der laufenden Legislaturperiode die 67 Bundestagsabgeordneten der Grünen 126-mal in Eigenregie, jeder also 1,9-mal. Alle Abgeordneten (inklusive Grüne?) durchschnittlich nur 1,2 Flüge. Die Grünen teilten daraufhin mit, dass die Fraktion diese Flüge mit Klimaschutz-Zahlungen kompensiere (in welchen Topf?). Das Mittelalter mit seinen Ablasszahlungen lässt grüßen. Damals konnte man damit nahezu jedes Verbrechen straffrei begehen. Um zu vermeiden, dass die Grünen zum am 23. September in New York stattfindenden Klimagipfel auch am meisten fliegen, sollten sie sich wie Greta Thunberg und ihr Vater per Segelboot auf den Weg machen. Obwohl, welcher Normal-CO2-Ausstoßer kann sich schon einen solchen Segeltörn mit Kameramann leisten.

Ob der Meeresklimawandel für ausreichend Rückenwind sorgen wird, damit alle grünen Globetrotter rechtzeitig ankommen werden? Ob genügend Rennsegler verfügbar sein werden, weiß ich auch nicht. Andernfalls müssten die grünen Umweltaktivisten halt emissionsfrei über den Atlantik rudern.

Da nahmen 1992 der frühere Umweltminister Jürgen Trittin und die Landwirtschaftsministerin Renate Künast von den Grünen zur Umweltkonferenz in Brasilien lieber gleich die Flugbereitschaft der Bundeswehr. Die dabei entstehenden hohen Kosten und CO2-Emissionen störten sie nicht und alles wäre der Öffentlichkeit nicht bekannt geworden, wenn sie anschließend nicht mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr einen sicherlich dienstlich deklarierten (Aus-)Flug ins Amazonasgebiet vorgehabt hätten. Das kam dann allerdings beim deutschen Steuerzahler nicht gut an, sodass Trittin und Künast schweren Herzens auf diesen Trip verzichten mussten. „Wasser predigen und Wein trinken“.

Hans Kürner

Rosenheim

Na so was! Bei einer Befragung von 1027 Wählern durch die Forschungsgruppe Wahlen gerieten die grünen Klimaschützer wahrlich in eine „Zwickmühle“. Spitzenflieger der letzten zwölf Monate sind mit 46 Prozent die Grünen-Wähler, gefolgt von FDP 45, Union 40 Prozent.

Besonders selten flogen AfD-Wähler (26 Prozent). Vielleicht wirkt ein Trend in der Gesamtgesellschaft und die Flugfreudigkeit der grünen Parteiprominenz als Vorbild. Zwei Beispiele:

1. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, Sprecherin von „Bündnis München, gegen die dritte Startbahn“, flog vor Neujahr nach Kalifornien. Dazu stellte sie ein Eisbecher-Foto aus Los Angeles ins Netz, mit Wegwerfbecher und Plastiklöffel. Dagegen hagelte es auf Twitter Spott und Kritik. Der CO2-Ausstoß für die Strecke München - Los Angeles hin und zurück beträgt pro Person 5,9 Tonnen. Gar nicht reumütig kommentierte Kathi Schulze, wie es ihre Art ist, flapsig: „Habe gewettet, wie lange es dauert, bis es jemand auffällt“.

2. Grünen-Spitzenmann Cem Özdemir nutzte 2002 dienstlich gesammelte Bonusmeilen anschließend für Privatreisen, was er reumütig und öffentlichkeitswirksam zugab. Vom Fliegen als solchem konnte Cem aber trotzdem nicht lassen. Zum Jahreswechsel 2018/2019 twitterte er ein Foto aus den argentinischen Anden (Flugzeit über 16 Stunden). Heinrich Heine könnte seine Verse aus „Deutschland ein Wintermärchen“ auch heute trefflich einsetzen: „Ich kenne die Weise, ich kenne den Text. Ich kenn‘ auch die Herren (Damen?) Verfasser. Ich weiß, sie tranken heimlich Wein und predigten öffentlich Wasser.“

Peter Müller

Waldkraiburg

Die triefende Arroganz dieser Partei (Die Grünen, d. Red.) ist nicht mehr zu überbieten. „Wasser predigen, aber selbst Champagner trinken“. Man stelle sich vor, was geschieht, wenn diese Menschen in verantwortungsvollen Positionen stehen.

Hans J. Schwaiger

Kolbermoor

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