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Klimapolitik: Der Planet stößt deutlich an seine Grenzen

Zur Berichterstattung über die Klimapolitik (Politikteil):

Manche Entwicklungen kann man nicht verstehen. Einerseits wird für eine bessere und gesündere Umwelt demonstriert und seitens der Regierungen Klimaziele ausgerufen, andererseits wurden umweltschädigende Bereiche wie zum Beispiel die Luftfahrtindustrie in Zeiten von Corona in Milliardenhöhe subventioniert.

Es war ja in letzter Zeit relativ ruhig am Himmel, in „Normalzeiten“ aber bewegen sich weltweit täglich rund 130 000 Flugzeuge durch den Luftraum mit über zwölf Millionen Passagieren. Der CO2-Eintrag allein hierdurch ist schon gewaltig. Neben dem Flugverkehr nehmen auch Auto-, Güter- und Schiffsverkehr ständig zu. Der Zwang von Fotovoltaikanlagen bei Neubauten soll nun auch fallen, stattdessen baut man diese Kraftwerke lieber auf der grünen Wiese, anstatt alle Hallendächer damit zu bepflastern. Auch werden durch ständigen Straßen- und Siedlungsbau bisherige Regenerations- in Immissionsflächen umgewandelt. Allein Deutschland weist derzeit täglich 56 Hektar Straßen- und Siedlungsfläche neu aus, was 79 Fußballfeldern entspricht. Das Ziel der Regierung ist ein Zuwachs von bis zu 310 000 Wohnungen jährlich.

Einerseits wird demografisch prognostiziert, dass die Einwohnerzahl in Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts von derzeit 81 auf 68 Millionen sinkt, andererseits der ständig steigende Wohnungsbedarf. Das passt irgendwie nicht ganz zusammen. Für den periodisch denkenden Politiker sind die gesetzten Klimaziele lediglich Lippenbekenntnisse vor der Wahl und so auch nie erreichbar, was allen klar sein muss. Ein ständiges Wachstum kann es nicht geben, denn dieser Planet wächst nicht mit und man nähert sich deutlich einer Grenze, die uns die Natur wohl immer deutlicher vor Augen führt.

Harald Schönfelder

Mühldorf

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