Klimaneutralität führt auch zu Wohlstandsverlust

Zur Berichterstattung über die Klimakrise (Politik/Leserbriefe):

Unter Klimaneutralität wird verstanden, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Dies ist mit hohen Kosten verbunden: Abschaffung von Verbrennungsmotoren und Kohlekraftwerken. Dies kostet unsere Volkswirtschaft circa 100 Milliarden Euro pro Jahr. Diesen Betrag muss man als Wohlstandsverlust ansetzen. Töricht wird es, wenn ein milliardenteures Kohlekraftwerk gebaut, aber nicht angefahren wird, wie es für Datteln vorgesehen ist. Aber die Verringerung des Kohlendioxidgehalts der Lufthülle funktioniert seit 400 Millionen Jahren durch Fotosynthese. Das Kohlendioxid, das 2020 durch Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material in die Atmosphäre eingetragen wird, bleibt dort nicht bestehen, sondern wird nach einer mittleren Verweilzeit von sechs Jahren auf die Erdoberfläche zurückgeführt und in Pflanzen unter dem Einfluss von Sonnenlicht und Wasser in Biomasse und Sauerstoff umgewandelt. 400 Gigatonnen Kohlendioxid werden so jährlich der Lufthülle entzogen. Dies ist bei Weitem die größte Kohlendioxidsenke. Eine etwas höhere Biomasseproduktion (mehr Grünfläche, höhere Flächenerträge) würde den Rückbau unserer Zivilisation durch Verzicht auf fossile Brennstoffe überflüssig machen.

Dr. Heinz Brecht

Söchtenau

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