Die Klimadebatte hält an

Für immer mehr Deutsche ist Klimawandeldas wichtigste Problem in der Gesellschaft. dpa
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Für immer mehr Deutsche ist Klimawandeldas wichtigste Problem in der Gesellschaft. dpa

Zur Berichterstattung über die Klimadebatte, die Fridays-for-Future-Bewegung, zum Artikel „Von der Leyen stellt ,Green Deal‘ vor“ (Politikteil), zum Artikel „Klimapaket wird für die Bürger teuer“ sowie zum Leserbrief von Bernd Wagner:

Woche für Woche müssen wir Leserbriefe über uns ergehen lassen, die mit großer Häme über die Jugend, Greta Thunberg und die Fridays-for-Future-Bewegung herziehen. Leider muss man immer wieder feststellen: Wenn Argumente fehlen, greift man gern auf Beleidigungen zurück. Wenn jedoch Tatsachen verdreht oder falsch interpretiert werden, wie im Leserbrief von Herrn Wagner, der von Nachhaltigkeit in den 50er- Jahren spricht, „als man Strümpfe noch stopfte oder Hosen flickte“, muss man die Dinge zurechtrücken.

Grund für diese Art der Nachhaltigkeit war ja nicht eine bewusste Haltung zum Thema Umweltzerstörung. Dieser sogenannten „Nachhaltigkeit“ ging vielmehr ein katastrophaler Krieg vo raus, Deutschland lag in Trümmern. In diesem Überlebenskampf wurden Gegenstände möglichst repariert. Ich bin auch in den 50er Jahren aufgewachsen und ich weiß noch wie die Städte in dieser Zeit zum Teil aussahen. Das beginnende Wirtschaftswunder hat in den 60er-Jahren schon seine ersten Spuren hinterlassen. Deutsche Flüsse und Bäche wurden zu Kloaken, im Ruhrgebiet konnte man keine Wäsche raushängen. Auch hier in der Region gab es Beispiele für rücksichtslosen Umgang mit Natur und Mensch. Der Simssee hatte so schlechte Wasserqualität, dass die Touristen ausblieben. In der Umgebung des Rohrdorfer Zementwerks war alles grau, das Gleiche war in Kiefersfelden zu beobachten, an der PWA in Raubling konnte man nur mit geschlossenen Autofenstern vorbeifahren, weil es nach „Holzessig“ roch. So sahen unser Umweltschutz und die „Nachhaltigkeit“ damals wirklich aus.

Heinz Bruns

Stephanskirchen

Mit Greta Thunberg wurde, nachdem man ihre große Medienwirksamkeit erkannt hatte, eine Klima-Ikone gebastelt und wie eine Rakete in den Popstar-Himmel geschossen. Thunberg genießt augenscheinlich die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihrem „hellen Schein“ entgegengebracht wird. Ihr professioneller und spielerischer Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit ist für eine 16-Jährige sehr bemerkenswert. Sie versteht es geschickt, sich selbst zu inszenieren.

Der Personenkult um Greta Thunberg ist aus meiner Sicht höchst besorgniserregend. Kritik an ihrer Person gleicht Blasphemie. Thunbergs Verdienst ist es, dass sie ein wichtiges Thema in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt hat. Aber konkrete und vor allem gesellschaftsverträgliche Lösungsvorschläge zur Verhinderung einer Klimakatastrophe kann auch sie nicht bieten.

Es besteht die Gefahr, dass Greta Thunberg zunehmend von bestimmten politischen Interessen fremdbestimmt und verheizt wird. In dieser schnelllebigen Epoche dürfte es lediglich eine Frage der Zeit sein, bis die Medienkarawane weiterzieht. Die „Fridays-for-Future-Kids“ werden bald erwachsen sein und setzen danach wahrscheinlich andere Prioritäten. Ich wünsche Greta Thunberg, dass sie Menschen an ihrer Seite hat, die sie wieder auffangen.

Alfred Kastner

Weiden

Endlich haben sie sich wieder getroffen: Die „Retter“ unseres Klimas (Klimagipfel). Mit „umweltfreundlichen“ Verkehrsmitteln angereist, haben sie nach stunden- und nächtelangen Diskussionen ein Nicht-Ergebnis eingefahren. Wie viel CO2-Dreck wurde durch An- und Abreise dieser Möchtegern „Weltverbesserer“ aus 200 Ländern in diese zu schützende Atmosphäre unserer Erdkugel geblasen?

Wie naiv werden wir eigentlich noch eingestuft, dass wir die Unfähigkeit der vermeintlichen um das Überleben unseres Planeten diskutierenden Entscheider nicht durchschauen?

Da hängen sich die Verantwortlichen an die Argumente von Greta Thunberg, um von ihrer eigenen Inkompetenz abzulenken. Muss wirklich erst ein unreifes Mädchen auftreten, um den Hype zu entfachen, Unterrichtsschwänzer auf die Straße zu locken? Hat man schon einmal gesehen, welche Masse an Müll die vermeintlichen Umweltschützer auf ihrem Demonstrationsweg hinterlassen? Hat man je einmal berechnet, wie viele Schadstoffe durch unsinnige Neujahrsfeuerwerke in die Luft geballert werden? Fragen wir bitte nicht diese „Freitags-Zukunftsschützer“, wo sie mit ihren Eltern ihre Weihnachtsferien verbringen. Der SUV bleibt in der Garage (man achtet ja auf das Klima) und fährt mit dem Taxi zum Flughafen, um mit dem Flieger die südlichen Ziele anzusteuern, um sich von den Strapazen der zurückliegenden Pro-Klima-Demonstrationen zu erholen. Leider schauen unsere unfähigen Politiker zu, weil sie wieder auf den nächsten von uns bezahlten Klimagipfel hoffen, und ohne Ergebnis vertagen werden, bis zum nächsten Klimagipfel.

Wieland Mäutner

Rosenheim

Könnte es sein, dass die Klimaveränderungen, die wir so sehr beklagen, ein Gericht Gottes sind, weil wir Gott immer mehr aus unserem Leben aussperren?

Reinhard Benscher

Rosenheim

Die EU erklärt den Klimanotstand und Frau von der Leyen will einen „Green Deal“ durchsetzen. Angeblich steht ja die Welt vor einer Klimakatastrophe, aber viele Menschen fallen nicht mehr auf die Massengehirnwäsche herein und fragen sich, worum es bei dieser totalen Medienkampagne wirklich geht.

In Madrid wurde bei der COP25-Klimakonferenz Mark Carney, der aktuelle Chef der Bank of England, zum neuen UN-Klimabotschafter bestimmt. Derselbe Mark Carney hatte am 23. September dieses Jahres in New York bei der Klimakonferenz erklärt, dass die Zentralbanken und 130 größten westlichen Banken entschieden haben, dass in Zukunft vonseiten der Banken nur noch klimaneutrale Projekte finanziert werden. Die Politik der EU und auch Deutschlands wird also nicht von den Kindern auf der Straße und unseren Wissenschaftler und Politikern bestimmt, sondern von den internationalen Großbanken.

Heute benutzt die EU die angebliche Klimakatastrophe, um auch wieder eine Diktatur, diesmal eine Öko-Diktatur, zu etablieren. Zum Glück sind viele Länder im Osten der EU und auch die Asiaten nicht so verrückt, ihre Industriegrundlage zu zerstören und setzen nicht nur auf die Kohle, sondern bauen auch ihre Kernenergie aus. Deutschland zerstört mit der Klimahysterie nicht nur die Seelen unserer Kinder, sondern auch die Basis unserer Existenz, unsere Industrie. Die jüngsten Rückgänge der Industrieproduktion und bei den Auftragseingängen sind ein letztes Warnsignal.

Gerald Strickner

Kolbermoor

Bei aller Liebe, aber diesen Schmarren unserer Politiker und der sogenannten Experten kann ich nicht mehr hören beziehungsweise lesen. Selbstverständlich haben die von der Materie alle Ahnung, aber zu wenig und davon zu viel. Die glauben wirklich, durch Steuererhöhungen pro Tonne CO2 können sie das Klima retten. Und die obergescheite Greta sollte lieber mal in die Schule gehen und erst einmal lernen, was Klima wirklich ist. Wir haben ihre Kindheit nicht kaputt gemacht, die hat sie noch vor sich.

Klimawandel gibt es, seit die Erde besteht. In Jahrmillionen hat sich die Erde verwandelt. Es gab Eiszeiten und es gab Hitzeperioden. Es ist etwa 10 000 Jahre her, da waren Chiemgau, der Chiemsee und Simssee noch eine Eiswüste, sprich Gletscherlandschaft. Damals waren unsere Vorfahren froh, dass es klimabedingt wärmer wurde. Klimawandel gab es ohne Atomkraft-, Wasserkraft- oder Kohlekraftwerke und keine Autos mit Hunderten von PS, keine Windräder, die die Vögelpopulation auf dem Gewissen haben.

Und das Beste: Damals gab es noch nicht einmal Politiker, die mit Klimasteuern noch mehr Geld einnehmen konnten, um beispielsweise – wie heute – bei der Autobahnmaut oder bei anderen Projekten Millionen Euro an Steuergeldern in den Sand zu setzen.

Es gab nur die Erde, die, ohne unsere Experten und schlauen Politiker zu fragen, einfach einmal Kontinente verschob und verschmelzen ließ. Heute sind eben diese schlauen Experten trotz Klimawandels erstaunt, erfreut und mit stolzer Brust unterwegs, wenn sie Fossilien in unseren Alpen von Lebewesen finden, die vor Tausenden von Jahren im Meer lebten. Klimawandel? Was Deutschland braucht ist Mut. Uns fehlen Politiker, die von der Materie etwas verstehen.

Manfred Kokott

Riedering

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