Die Klimadebatte geht weiter

Dürren treten durch die Erderwärmungimmer häufiger auf. dpa
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Dürren treten durch die Erderwärmungimmer häufiger auf. dpa

Zur Berichterstattung über die Klimadebatte (Titelseite, Regional- und Bayernteil) sowie zu Leserbriefen:

Der Leserbrief von Herrn Koptisch hat mir sehr gefallen. Doch was dabei sicher als Satire gemeint ist, kann sehr bald Realität werden. Hinter vorgehaltener Hand wird bereits verbreitet, dass die Generation „60 plus X“ hauptverantwortlich für unser Klimaproblem ist. Warum steigt der Umsatz von Kreuzfahrten, Flugreisen und SUVs rapide? Die Leute haben Angst, dass das in Kürze alles verboten oder unbezahlbar wird.

Ich habe großen Respekt vor der Klimaaktivistin Greta Thunberg, aber alles lässt sich nicht von heute auf morgen eins zu eins umsetzen. Statt die Wogen zu glätten, befeuert unsere Bundeskanzlerin noch diese Klimahysterie. Sie, die allein rund um die Welt jettet, um ihre Weisheiten loszuwerden. Als hätten wir keine anderen Probleme wie Pflegenotstand, Alters- und Kinderarmut, Rentendesaster oder Nullzinspolitik. Und CDU und CSU unternehmen nichts. Wollen diese Parteien, dass unser nächster Bundeskanzler Robert Habeck oder Björn Höcke heißt?

Hans Stummer

Gars

Es ist erstaunlich, wie wenige Leser sich eigenständig mit der Klimaprognose, deren Folgen und dem Klima-Erdzyklus befassen, bevor sie sich dazu äußern.

Die Formeln der Temperaturprognose erweisen sich aufgrund ihrer Nonkonformität zur Realität und extremen Streuung als total überzogen. Die apokalyptische Aussage über einzelne oder mehrfache Ereignisse von Hurrikanen, Taifunen, Tornados oder Waldbränden widersprechen Langzeitstatistiken. Trotzdem findet eine moderate Erderwärmung statt, die allerdings mit den Milankovich-Erdklimazyklen gesehen werden muss.

Seit Millionen von Jahren durchläuft die Erde etwa alle 100 000 Jahre einen Eiszeitzyklus. Vor 18 000 Jahren begann die Schmelze der letzten Eiszeit, die vor etwa 10 000 Jahren abgeschlossen war. Wie bei jedem Zyklus vorher fing die Erde an, sich tendenziell, fluktuierend zwischen Warm- und Kaltperioden abzukühlen, um in 100 000 Jahren eine neue Eiszeit einzuleiten. Dieser Abkühlvorgang bis zur nächsten Eiszeit ist seit der industriellen Neuzeit untergebrochen worden, wobei es sich jetzt in der Abkühlphase um eine Warmperiode handeln könnte, oder um die Effekte des in großen Mengen freigesetzten CO2. Langfristig steht das wärmebeeinflussende CO2 dem natürlichen Abkühlvorgang entgegen, wobei der langfristige Nettoeffekt, wärmer oder kälter, offen ist. In jedem Fall ist es sinnvoll erst einmal das menschengemachte CO2, wie bereits eingeleitet, etwas zu reduzieren. Sollte sich herausstellen, dass die Abkühlung im Lauf der nächsten 1500 Generationen überwiegt, dann müssten diese CO2 produzieren, um die Abkühlung zu stoppen, damit sie sich nicht ihre Hinterteile abfrieren.

Walter Wieland

Prien

Dass seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein von Menschen verursachter Klimawandel mit steigenden Durchschnittstemperaturen stattfindet, steht für sachkundige Wissenschaftler außer Frage und muss nicht mehr diskutiert werden. Ebenso, dass lange Zeit trotz dieses Wissens zu wenig dagegen unternommen wurde.

Wirksame, mit Überlegung eingeführte Gegenmaßnahmen werden aber kaum durch Panikmache oder Ausrufung von Klimanotständen zu erreichen sein. Leider trägt das Bild zwischen den jüngst veröffentlichten Leserbriefen zu dieser Panikmache bei. Bei den publikumswirksam im Gegenlicht fotografierten schwarzen Wolken über dem Kühlturm handelt es sich nämlich nicht um Luftverpestung oder um kohlendioxidhaltige Abgase, sondern nur um in normalem Licht rein weißen Wasserdampf. Schade um den großen Raum, den dieses irreführende Bild einnimmt. Hier hätten viele Vorschläge abgedruckt werden können, die wirklich den Klimaeffekt reduzieren könnten.

Dr. Klaus Carsten

Bernau

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