In Kirche fehl am Platz

Zum Bericht „Schunkeln und beten“ im Bayernteil und zum Artikel „Schießlers Krönung“ auf der Titelseite:

Pfarrer Rainer MariaSchießler ist ein bekannter, humorvoller und sympathischer Priester mit verrückten Ideen, wie die Viecherl-Segnung. Dieses ist ja zu begrüßen, denn Tiere sind auch Geschöpfe Gottes. Nur passt es nicht in der Kirche, sondern gehört auf den Vorplatz. Jetzt hatte Pfarrer Schießler einen närrischen Einfall, den Fasching in die Kirche der Münchner Pfarrei St. Maximilian zu verlegen und dazu einzuladen. Sämtliche Faschingsvereine und viele Besucher waren anwesend. Es wurde in der Kirche geschunkelt, Faschingslieder wurden gesungen und es wurde geklatscht. Da hat der Priester meiner Meinung nach den Bogen überspannt und ist übers Ziel hinausgeschossen. Auch wenn wir Narrenfreiheit haben, passt diese Faschingsgaudi einfach nicht in die Kirche. Es wäre nichts einzuwenden, wenn dies im Hofbräuhaus, wo er auch bedient oder in einem Veranstaltungsgebäude stattfinden würde. Im Grunde genommen hatte er ja eine gute Idee, im Anschluss gab es eine Brotzeit. Der Erlös geht an die Kinderkrebsstation eines Münchner Krankenhauses. Gewiss haben Gott und Jesus auch Humor, aber in einem Gotteshaus so ein Spektakel abzuhalten, würde ihnen mit Sicherheit nicht gefallen. Auch viele Christen sind der Meinung, dass man Fasching und heilige Messe besser trennt. Schließlich ist die Kirche ein heiliger Ort, wo man Gott mit Respekt bedenkt.

Edeltraud Schwarz

Pfaffing

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