Kindeswohl an erster Stelle

Ministerpräsident Markus Söder ist gern Klassenbester. Warum nicht auch bei der Behandlung von Kindern, fragt ein OVB-Leser.
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Ministerpräsident Markus Söder ist gern Klassenbester. Warum nicht auch bei der Behandlung von Kindern, fragt ein OVB-Leser.

Zum Artikel „14 Stunden auf Klinikbett-Suche“ auf der „Blickpunkt“-Seite (Politikteil):

In dem Artikel werden die Herausforderungen eindrucksvoll dargestellt, mit denen kranke Kinder, ihre Eltern und das medizinischer Personal bei der medizinischen Betreuung von Kindern in Krankenhäusern konfrontiert sind. Anlässlich eines Redaktionsgespräches der OVB-Heimatzeitungen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte ich im Vorfeld die Frage gestellt, warum immer mehr Kinderstationen in Kliniken geschlossen würden, da diesen die Behandlung von Kindern aufgrund des Fallpauschalensystems als nicht wirtschaftlich erscheine. Auf meine weitere Frage, welche Maßnahmen die Staatsregierung zur Verbesserung der Situation ins Auge gefasst habe, war seine auch veröffentlichte Antwort, dass der Freistaat 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen werde und dieses Konzept aufzugehen scheine. Angesichts der in dem Artikel aufgezeichneten durchaus als dramatisch zu nennenden Verhältnisse, erachte ich eine Abkehr von der Fallpauschalen-Regelung bei der Behandlung von erkrankten Kindern, die eine individuelle Betreuung benötigen, für unabdingbar. Da Markus Söder ja immer als „Klassenbester“ in der Öffentlichkeit dastehen möchte, könnte er hier einen adäquaten Beitrag hierzu leisten.

Gert Hilger

Waldkraiburg

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