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Leserforum

Kindertränen und Schuldzuweisungen

Pflegekräfte demonstrieren mit Plakaten wie „Klatschen war gestern! – echte Solidarität sieht anders aus!“ für eine bessere Bezahlung.
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Pflegekräfte demonstrieren mit Plakaten wie „Klatschen war gestern! – echte Solidarität sieht anders aus!“ für eine bessere Bezahlung.

Zu den Berichten über die Corona-Pandemie (Politik- und Lokalteil):

Vielleicht sollte auch einmal in einem Artikel darauf hingewiesen werden, dass wegen der ungeimpften Patienten auf der Intensivstation lebensnotwendige Operationen (zum Beispiel Tumoroperationen) verschoben werden müssen. Diese Patienten, die dringend den Eingriff benötigen, haben sich ihre Erkrankung nicht ausgesucht – im Gegensatz zu den Patienten, die als Impfverweigerer die Corona-Infektion billigend in Kauf nehmen, aber jetzt die Intensivbetten blockieren.

Paul Schmidmayr

Rosenheim

Am Wochenende werden in Bayern die Corona-Regeln spürbar verschärft. Markus Söder will also dort, wo heute schon die 3G-plus-Regeln gelten (Zugang nur für Geimpfte, Genesene und mit aktuellem PCR-Test), zum Beispiel in Bars und Discos, auf 2G umstellen (Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene). Das bedeutet, dass ausgerechnet diejenigen, die durch einen aktuellen PCR-Test nachweisen können, dass sie weder infiziert noch infektiös sind, keinen Zugang haben. Tut mir leid, aber das ist gegen jede Vernunft. PS: Ich selber bin vollständig geimpft.

Harald Lohner

Töging

Warum in Gottes Namen sind schon wieder unsere Kinder die Leidtragenden? Das Einführen der 2G-Regel im Nachwuchs-Sport seit dem 7. November im Eisstadion Rosenheim. Seit Beginn der Pandemie hat sich keiner der Kinder im Eishockey infiziert. Die Tränen. Die Hilflosigkeit. Ausgeliefert im System! Sie gehen in die Schule, werden dort dreimal die Woche getestet. Tragen ohne zu murren ihre Masken. Halten sich an sämtliche Vorgaben. Sie besuchen keine Clubs und Nachtlokale. Sie sind zwölf Jahre alt. Noch nicht richtig in der Pubertät, aber auch keine kleinen Kinder mehr. Voll im Wachstum und in der Entwicklung. Wir reden hier von Kindern, die seit acht Jahren Eishockey spielen. Das ist ihr Leben. Und die einzige Möglichkeit, ihren Sport auszuüben, soll die Impfung sein? Die Jungs sind verzweifelt. Am Weinen. Sie verstehen es nicht. Sie halten sich seit 18 Monaten an sämtliche Maßnahmen, nur um ihren Sport, ihr Lebenselixier, betreiben zu können. Wir sind sprachlos. Verzweifelt.

Es ist nichts passiert im Gesundheitswesen. Alle Risiko-Patienten sind geimpft. Und trotzdem müssen jetzt die Kinder es ausbaden. Dass nicht der Pflegeberuf attraktiver gemacht worden ist, um den Abbau der 4700 Krankenhausbetten (deutschlandweit) in diesem Jahr zu verhindern. Ich kann es nicht mehr verstehen. Das ist Kindesmissbrauch! Auf die seelische Art und Weise. Für mich als Mutter nicht nachvollziehbar. Schrecklich. Erpressung. Zwang. Druck.

Kerstin Leicher

Kolbermoor

Der größte Anteil der belegten Intensiv-Betten ist mit ungeimpften Covid-Patienten belegt, so heißt es fast täglich in der Presse. Andere dringende, bereits geplante Operationen müssen verschoben werden. Mit welchem Recht eigentlich? Ungeimpfte Covid-Erkrankte sollten sich hinten in der Reihe anstellen müssen. Es mag ethische Bedenken gegen solch eine Handlungsweise geben. Aber welche ethischen Bedenken haben die Personen, die sich nicht impfen lassen, aber dann, im Krankheitsfall, anderen den Platz wegnehmen?

Dieter Unkel

Rosenheim

Liebe Nicht-Geimpfte, ihr habt sicher eure Gründe, rationale oder weniger rationale. Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, dass die Geimpften mit euch solidarisch sind, weil sie alle Sicherheitsvorkehrungen mitmachen, die für sie gar nicht nötig wären? Oder dass manche Behandlungen in den Krankenhäusern verschoben werden müssen, weil sie mit den Corona-Intensivpatienten an der Belastungsgrenze sind? Individuelle Freiheiten hören da auf, wo sie dem Nächsten schaden oder ihn beeinträchtigen. Hoffentlich gehen nicht bald die Geimpften auf die Straße und protestieren so lautstark wie manche Impfgegner und machen einen Aufstand gegen die Ungeimpften. Gründe dazu hätten sie genug. Wir sollten zusammenhalten und nicht spalten, das ist nicht gut für die Gemeinschaft. Die Zeiten sind auch so schon schlimm genug.

Roland Warter

Bad Feilnbach

Jeder Manager weiß, dass man als Erstes ein realistisches Ziel formulieren muss. Erst im zweiten Schritt überlegt man sich Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Politik hat bis jetzt explizit noch kein Ziel zu Corona formuliert („Ausrotten“ ist nicht realistisch), aber überschlägt sich mit Maßnahmen. Das kann nicht gut gehen. Die Corona-Politik vermischt in unzulässiger Weise Fakten mit Vermutungen.

Es ist unverantwortlich, wenn man diese Vermutungen den Bürgern als Wahrheit verkauft. Wenn man nichts anderes hat, ist es erlaubt, dass man mit Vermutungen arbeitet. Aber dann muss man dazu sagen, dass es eben nur Vermutungen sind. Wenn zwei Impfungen nicht halten, was versprochen wurde, dann wird nach dem Gesetz der Serie eine dritte Impfung auch nicht mehr bringen.

Volker Lasser

Ampfing

Seit Beginn der Corona- Pandemie geht so viel kaputt. Es werden Existenzen zerstört, die Menschlichkeit geht verloren und Aggressivität macht sich bemerkbar. Zuerst wurde erzählt, Corona schweißt zusammen. Leider ist genau das Gegenteil eingetreten. Vor allem seitdem der Impfstoff vorhanden ist, eskaliert die Situation. Die Aussage „Klar müsse auch sein, dass bei 3G die Tests von Mitarbeitern bezahlt werden müssten“ finde ich nicht fair. Wo soll das denn hinführen? Diese Kosten kann sich doch auf Dauer keiner leisten. Wie soll das Arbeitsleben mit „3G am Arbeitsplatz“ denn aussehen? Ich kann mir vorstellen, dass es dann sehr bald mehr Arbeitslose geben wird. Ist das der richtige Weg?

Den Satz „Es ist eine Pandemie der Ungeimpften“ finde ich nicht richtig, denn jede Person kann Covid-19 weitergeben oder selbst da ran erkranken. Jeder weiß mittlerweile, dass sowohl Genesene als auch Geimpfte Überträger sind und selbst an Corona erkranken können. Natürlich kann es Nichtgeimpfte schlimmer erwischen – keine Frage, aber irgendwann müssen wir mit dem Virus leben und lernen, damit umzugehen. Ich selbst bin zwar geimpft und habe Respekt vor der Krankheit, dennoch sollte es wieder möglich sein, ein normales Leben zu führen, ohne direkt als geimpft oder ungeimpft abgestempelt zu werden.

Wir sind mit oder ohne Impfung immer noch dieselben Menschen wie vorher, warum werden wir aber unterschiedlich behandelt? Eigentlich sollte doch jeder für sich eine Entscheidung treffen dürfen und das Recht auf seine Freiheit haben. Wir sind doch ein freies Land (oder etwa nicht)? Werte Politiker, wacht auf und lasst uns nicht vergessen, was wichtig ist: Gleichberechtigung und Menschlichkeit – beides geht momentan verloren.

Anni König

Bruckmühl

Gerade lese ich im OVB, in dem fast nur Impfverweigerer-Leserbriefe veröffentlicht werden, dass die Inzidenzen im Rosenheimer Landkreis und benachbarten Landkreisen wieder zwischen 500 bis 700 liegen (München bei 134), wie meistens in den vergangenen 21 Monaten, absolute deutsche Rekordwerte. Aber am schlimmsten ist wieder die totale Auslastung der Kapazitäten in der Klinik. Viele Covid-Patienten müssen in weit entfernte Kliniken ausgelagert werden. Normale Notfälle (zum Beispiel Unfallopfer, Schlaganfall, Herzinfarkt) können oft nicht in dringendem Zeitrahmen behandelt werden und etliche sterben. Die meisten Krankenschwestern/Ärzte auf den Intensivstationen sagen, sie wollen die Ungeimpften nicht mehr behandeln. Viele haben gekündigt oder sich versetzen lassen.

Alle normalen verantwortungsvollen Menschen verzweifeln und sagen, sie können die Impfverweigerer nicht verstehen, weil diese die gesamte Gesellschaft, Wirtschaft, unser Gesundheitssystem und das Zusammenleben mutwillig zerstören. Kann man das anders als Verbrechen bezeichnen?

Warum ist es ausgerechnet im Südosten der Republik so schlimm? Meine Erklärung ist: Weil hier das Bildungs-/Fachinformations-Niveau am niedrigsten ist und weil hier die meisten AfD-Sympathisanten leben (beides hängt zusammen). Wenn jemand eine andere Erklärung dafür hat, wäre ich froh.

Haben einige der Impfverweigerer inzwischen umgedacht? Oder wollen sie weiter zu den Schuldigen gehören, die das Ende der Pandemie mutwillig an den Sankt-Nimmerleinstag verzögern und dadurch vielen Menschen die Gesundheit und oft auch das Leben zerstören?

Martin Cretnik

Prien

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