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Kies aus dem Grundwasser ist keine Lösung

Zum Berticht „Kies aus dem Grundwasser holen? Freudlsperger plant in Mühldorf neuen Abbau“ (Lokalteil):

Da frage ich mich ernsthaft, ob es den Verantwortlichen nur ums Geld geht oder auch um die Gesundheit der Bewohner Mühldorfs? Das Trinkwasser beziehen wir ja aktuell hauptsächlich aus dem Vorkommen in Mößling und mit dem Zweckverband im Mettenheimer Hart. Genau dort wurde aber schon in den 80ern ein Brunnen dichtgemacht aufgrund eines Chromvorkommens. Nun wächst Mühldorf immer weiter und so benötigen die Menschen natürlich immer mehr Trinkwasser.

Sollen wir wirklich mit einem Nassabbau vom Kies riskieren, dass das kostbare Gut verschmutzt wird? Zwangsläufig wird dies passieren, da dort illegal giftiger Bauschutt abgelagert wurde. Der FC Mühldorf durfte daher dort auch keine Sportanlage bauen, da der Boden verseucht sei. Und nun soll dort ein Nassabbau stattfinden. Da fragt man sich als Bürger schon, ob der Profit vor der Gesundheit steht? Ich hoffe, dass der Stadtrat hier keine Genehmigung erteilen wird!

Patrick Mayer

Mühldorf

Mit großer Besorgnis habe ich diesen Artikel über den geplanten Nassabbau in der Kiesgrube Freudlsperger an der Nordtangente gelesen. Im Text wurden zwar schon umweltschädliche Bedenken erwähnt, aber auf einen weiteren sehr wichtigen Punkt für umweltbewusste Bürger im Wohngebiet nördlich der Nordtangente wurde leider nicht eingegangen: negative Auswirkungen des geplanten Nassabbaus auf den Betrieb von bereits bestehenden Grundwasserwärmepumpenanlagen!

Wie allgemein bekannt ist, ist die Fließrichtung des Grundwassers immer die gleiche wie die der benachbarten Flüsse (Inn und Isen), also in Mühldorf Nord von West nach Ost. Da unser Wohngebiet nur wenige 100 Meter östlich der Kiesgrube liegt, fließt also das Grundwasser von der Kiesgrube zu unserem Wohngebiet. Sollte nun der Nassabbau genehmigt werden, hätte dies zur Folge, dass durch mechanische Eingriffe in den Untergrund das Grundwasser durch Sand und andere Sedimente verschmutzt werden würde. Dieses verschmutzte Grundwasser würde dann in die Saugbrunnen der Wärmepumpenanlagen laufen und dort Filter und Ansaugpumpen verstopfen. Die Folgen wären dann Totalausfälle von den betreffenden Heizungsanlagen!

Des Weiteren wäre auch noch denkbar, dass durch den Nassabbau von Kies der sowieso schon niedrige Grundwasserspiegel weiter sinkt und die Brunnen dann trocken liegen würden mit der vorgenannten Konsequenz.

Ich hoffe sehr, dass Kreis- und Stadtverwaltung die Brisanz dieses Problems erkennen und die beabsichtigte Genehmigung zum Nassabbau nicht erteilen werden. Informiert über diese Problematik wurden sie jedenfalls von mir.

Rainer Rosenberger

Mühldorf

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