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Keine neue Schienenkapazität nötig

Ein Güterzug fährt durch das Inntal. Dort wird gegen den geplanten Bau einer neuen Trasse in Richtung Brennerbasistunnel protestiert.
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Ein Güterzug fährt durch das Inntal. Dort wird gegen den geplanten Bau einer neuen Trasse in Richtung Brennerbasistunnel protestiert.

Zu den Berichten „Söder will höhere Brenner-Maut“ und „Von der Leyen bremst“ (Bayenteil):

Endlich haben es auch unsere Spitzenpolitiker verstanden. Was die Bürgerinitiativen seit Jahren predigen: Der Logistikweg für Lkw über den Brenner ist zu billig! Niedrige Maut und in Tirol bezuschusster Diesel begünstigen die Transportkosten in dem Maße, dass die Speditionen nicht nur bis zu 400 Kilometer Umweg in Kauf nehmen, sondern auch stundenlange Staus bei der Blockabfertigung.

Jetzt ist es Zeit, dass unsere Politiker uns bayerische Inntalbewohner schützen. Nicht der Tiroler Landeshauptmann Platter ist schuld an der Misere, sondern die jahrzehntelange bundespolitische CSU-Verkehrspolitik. Wer den Bahntransport so lange sträflich vernachlässigt, braucht sich wegen der Folgen nicht zu wundern. Jetzt ist es höchste Zeit, die Güter auf die Schiene zu bringen.

Dazu braucht es kein drittes und viertes Gleis für einen Brenner-Nordzulauf. Wenn der Transportverkehr bereits jetzt auf die Schiene gebracht wird, wird sich bald herausstellen, dass ein Trassenneubau für den Gütertransport nicht nötig ist. Dass selbst die Grünen auf Landes- und Bundesebene wie Bundessprecher Karl Bär so unreflektiert den Trassenneubau und damit die Landschaftszerstörung unserer Heimat befürworten, stellt ihre ökologische Kompetenz zumindest infrage.

Helmut Enzinger

Brannenburg

Im Interview mit Markus Ferber (MdEP) zu den Blockabfertigungen im Inntal lautet die vorletzte Frage: „Warum können nicht mehr Lastwagen auf Züge verladen werden?“ Die Antwort von Herrn Ferber ist blamabel: „Wir sind ja dabei, die Schienenkapazitäten auszubauen.“ Wie alle Welt weiß und auch die Bahn und das bayerische Verkehrsministerium bestätigen, ist für die Verlagerung von Lkw auf die Schiene keine neue Schienenkapazität nötig. Die Bestandstrasse im Inntal ist derzeit nur zu etwa 50 bis 60 Prozent ausgelastet. Es wäre also genug Platz für zusätzliche Güterzüge. Es ist schade, dass im Interview nicht nachgehakt wurde. Auf jeden Fall ist eine unnötige, umweltschädliche, extrem teure Hochgeschwindigkeitstrasse im Jahr 2040 keine Lösung für die Probleme mit der Blockabfertigung.

Roland Feindor

Rosenheim

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