Keine Langzeitstudien: Auf 5G besser verzichten?

Zur Berichterstattung über das Thema 5G (Wirtschaft/Leserbriefe):

Das Unbehagen gegen 5G erinnert mich an das gegen die Atomkraft, das die Euphorie über diese neue Technik ab 1974 in die Anti-Atomkraft-Bewegung umschlagen ließ und inzwischen den Ausstieg aus der Kernenergie eingeleitet hat. Damals wie heute gab/gibt es in weiten Teilen der Bevölkerung ein grenzenloses Vertrauen in die Technik und in die Zusicherungen von Interessenvertretern und der Politik.

Auch ich war als Jugendlicher ein Anhänger der Atomkraft, deren Gegner oft als „Spinner“ bezeichnet waren. Heute wissen wir es alle besser. 5G treibt zunehmend mehr Menschen in die Angst vor einer krebsauslösenden Dauerbestrahlung. Auch hier gibt es zwei Lager: Diejenigen, die eine Gefährdung verneinen – nicht nur Mobilfunkunternehmer, sondern auch das Bundesamt für Strahlenschutz und unabhängige Fachleute. Warum aber stuften die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Internationale Krebsforschungszentrum IARC, wie vom OVB berichtet, diese hochfrequenten elektromagnetischen Felder, die mit 5G verbunden sind, als „möglicherweise krebserregend“ ein? Weshalb betreibt das IARC den Aufwand, bis 2024 verstärkt mögliche Auswirkungen der EMF-Strahlung auf die Umwelt zu erforschen?

Solange bei 5G keine gesicherten Langzeitstudien die Unbedenklichkeit bezüglich eines allgemeinen, relevanten Gesundheitsrisikos bescheinigen, sollte auf den Einsatz dieser neuen Technik verzichtet werden. Das lehren uns die Erfahrungen mit der Atomkraft.

Dieter Dimmling

Neubeuern

„Sei dabei, wenn 5G uns näher zusammenbringt als jemals zuvor“: So und mit noch vielen anderen verheißungsvollen Slogans wirbt die Telekom für das „Größte 5G-Netz Deutschlands“, das „schneller und leistungsfähiger“ sein soll. Aber um welchen Preis?

Die Mühe zur Recherche lohnt sich, um die Einschätzung vieler fundierter Wissenschaftler sowie weiterer unabhängiger Experten und eindeutig belegbarer Studien zu diesem Thema zu finden. So braucht man nicht lange zu suchen, um nachzulesen, dass die toxischen Wirkungen elektromagnetischer Felder (EMF) maßgeblich am Insektensterben und der daraus resultierenden Folge, dem Vogelsterben, beteiligt sind. Erdbakterien – also Pilze und Bakterien, die unsere Erde reich machen und die wir zwingend zum Anbau von Nahrungsmitteln brauchen – sterben. Viele Langzeitschäden durch die Strahlenbelastung sind bereits wissenschaftlich nachgewiesen.

Und immer mehr Studien weisen nach, dass Mobilfunkstrahlung Krebs auslösen kann. Gerade Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet: Störungen des zentralen Nervensystems, Epilepsie, Bluterkrankungen, Zunahme von Sprach- und Sprechstörungen, motorischen Entwicklungsstörungen und vieles mehr wurde in Studien bereits bestätigt.

Dies sind nur einige wenige alarmierende Auswirkungen von 5G und seiner großen Schwester 4G. Sollten wir uns da nicht dringend die Frage stellen: Kann man bei Technologien, die zwar technisch revolutionär sind, aber der Gesundheit und der Natur schlimm schaden und dazu noch antidemokratisch eingesetzt werden, von Fortschritt sprechen?

Es ist fast zwölf – wir müssen dringend handeln: Denn wenn der 5G-Standard in Betrieb geht und die Dichte der Mobilfunkmasten zugenommen hat, wird dem Menschen und der Natur der Garaus gemacht!

Gaby Wengel

Siegsdorf

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