Keine Extrawurst für Neureiche

Zum Bericht "Luxus im Krankenzimmer" auf der Seite "München":

Das Universitäts-Krankenhaus in Großhadern bietet Fünf-Sterne-Service für superreiche Ölscheichs und russische Neureiche an. Dies ist skandalös und unfassbar. Die infrastrukturellen Voraussetzungen und der Unterhalt dieses Krankenhauses sind öffentlich finanziert und dienen der Allgemeinheit. Nun gibt es einen separaten Eingang und spezielles Personal, das eine Wohlgefühl-Atmosphäre, wie man es in Fünf-Sterne-Hotels kennt, erzeugen sollen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hierfür erforderlichen Bau- und Personalkosten von diesem Patientenkreis aufgebracht werden. Da die Herrschaften wohl auch über die übliche Betreuung hinaus zusätzliches Pflege- und Arztpersonal in Anspruch nehmen, geht dies zu Lasten der übrigen Patienten. Alle anderslautenden Beteuerungen sind unglaubhaft und irreführend. In aus öffentlichen Mitteln geförderten Krankenhäusern darf es derartige Luxus-Separees nicht geben. Wenn dieses Patientenpotenzial die gebotene deutsche Spitzenmedizin in Anspruch nehmen will, dann auf dem üblichen Niveau eines deutschen Patienten beziehungsweise in Privatkliniken mit Leibarztbetreuung.

Oskar Hennefarth

Haag

Kommentare