Keine ausreichende Einbindung

Zum Artikel „Busunternehmen fühlen sich beim neuen Nahverkehrsplan ausgebremst“ (Regionalteil):

Diese unkalkulierbaren Kosten, die zur Umsetzung des NVP entstehen, möchten wohl gerade auch unsere Politiker bestreiten. Wie sonst kann man sich es erklären, dass die Personen, die am meisten mit dem Nahverkehr zu tun haben, die Busfahrenden und Busunternehmen, nicht in ausreichender Form gehört werden?

Nur 0,09 Prozent der Rosenheimer Einwohner in Stadt und Land haben an dieser bedeutenden Umfrage teilgenommen. Eine Informationsveranstaltung und ein Treffen, bei dem die Verkehrsunternehmen kein Rederecht hatten, nenne ich leider eine nicht ausreichende Einbindung für ein so großes richtungsweisendes Gesamtkonzept.

Ich sehe es so, dass auf diese Art und Weise immer weiter systematisch kleinere und mittelständische Traditionsunternehmen kaputt gemacht werden. Denn es zeigt sich immer wieder, dass bei Ausschreibungen, die ortsansässigen Unternehmen gegen die großen Riesen und Billiganbieter keine Chance haben.

Was bedeutet dies aber für unsere Region? Das sollten sich die verantwortlichen Herren und Damen in der Politik auch einmal selbst fragen. Wir haben die besten Beispiele im Bereich der Bildung, wo man sieht, dass fehlende Absprachen und mangelnde Einbeziehung der Erfahrungen und der Praxis zu kostspieligen Fehlinvestitionen führen (G9, Inklusion, Digitalisierung).

Und wer darf zahlen, wenn der Plan schiefgeht? Natürlich wir, die Bürger und Bürgerinnen mit ihren Steuergeldern.

Eine Anmerkung zu Herrn Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) sei mir noch gestattet. Spricht es nicht gerade für die Busunternehmen, dass sie darauf achten, keine „Geisterbusse“ fahren zu lassen? Sowohl unter finanziellen Gesichtspunkten als auch unter Umweltaspekten?

Gerhard Reiter

Aschau

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