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Keine Alternative zu Nord Stream2

Zur Berichterstattung über Nord Stream 2 (Politik- und Wirtschaftsteil/Leserbriefe):

Im Bericht behauptet Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dass Nord Stream 2 überhaupt nicht erforderlich sei. Da planen schon seit Jahren renommierte Energieunternehmen wie Gazprom, Wintershall, Uniper, Eon und weitere Unternehmen ein Projekt, das etwa zehn Milliarden Euro kostet. Und eine Professorin eines umstrittenen Wirtschaftsinstitutes behauptet, dies alles sei überflüssig?

Sie bezieht sich auf den ansteigenden Teil erneuerbarer Energien bei der Stromproduktion, die derzeit im Jahresmittel bei 45 Prozent liegt. Gleichzeitig gehen Ende kommenden Jahres elf Prozent Kernenergie vom Netz und schrittweise in den weiteren Jahren dann Stein- und Braunkohlekraftwerke. Wir haben dann eine Stromlücke von 16 Prozent, die wir nicht komplett mit Importen decken können – insbesondere, wenn unsere Nachbarn in kalten Wintermonaten den Strom selbst benötigen. Frau Kemfert sollte wissen, dass der Ausbau der Windenergie weitestgehend zum Stillstand gekommen ist. Auch der Bau weiterer Fotovoltaikanlagen ist nur noch moderat, weil es als Förderung beim Einspeisen nur noch acht Cent/kWh gibt.

Zudem schwanken die wetterabhängigen Erneuerbaren um 80 Prozent und schwächeln im Winter drastisch. Eine Langzeit-Speichertechnologie ist immer noch nicht in Sicht. Und Strom muss zur selben Zeit erzeugt werden, wenn er gebraucht wird, ansonsten ist ein Blackout vorprogrammiert. Derzeit füllt das importierte Erdgas mit einer Steigerung von über 50 Prozent seit 2015 die Energie lücke. Frau Kemfert verweist auf das völlig überteuerte Flüssiggas als Ersatz. Und was ist mit dem zusätzlichen Strombedarf für die Digitalisierung, für die Wärmepumpen neuer Gebäude und die Elektromobilität?

Herbert Sax

Großkarolinenfeld

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