Keine Alternative

Zum Kommentar „Sofort verbieten!“ im Politikteil:

Leider ist unsere Gesellschaft heute nicht mehr bereit, die Hintergründe von solchen Entwicklungen zu ergründen. In der Geflügelbranche ist dieses Thema die Frage schlechthin. Bereits vor Jahren hat man versucht, Bruderhähne zur Mast zu verwenden und ist gescheitert, egal ob bei Hühnern, Puten oder Gänsen. Es liegt nicht daran, dass die Produktionskosten pro Kilo viel höher sind als bei der Mast, da diese Tiere eine sehr schlechte Futterverwertung haben und den Stall doppelt so lange belegen. Der Hauptgrund ist, dass ein Großteil der Verbraucher sich kein Hühnchen kauft, das im Vergleich zu einem Masthühnchen nur aus Haut und Knochen besteht. Nur ganz Überzeugte würden dafür auch noch einen höheren Preis bezahlen. Selbst bei den höheren Einkommensgruppen ist es mittlerweile schick, bei Aldi und Lidl Top-Qualität zum Spottpreis zu kaufen. Auch für die Lebensmittelhersteller ist der Einsatz etwa in Fertigprodukten zu teuer. Was bleibt dann noch? Geschlechtertrennung vor dem Schlüpfen ist das Mittel der Wahl und endlich forscht hier jemand. Aber akzeptieren Sie bitte auch, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis solche Maschinen zum Einsatz kommen.

Michael Lechner sen. Schmidhausen

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