Kein Verständnis für Aussagen

Kardinal Marx: „Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes für die ganze Welt!“ dpa
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Kardinal Marx: „Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes für die ganze Welt!“ dpa

Zum Artikel „Das Motto für 2017: Ja sagen zum Leben“ im Bayernteil:

In dem Artikel sagt Kardinal Reinhard Marx: „Wenn Gott Mensch geworden ist, dann ist es gut, ein Mensch zu sein, hat Papst Benedikt sehr schön formuliert. Das heißt: Keiner ist überflüssig oder wertlos. Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes für die ganze Welt!“ Die philosophischen Gedanken des emeritierten bayerischen Papstes Benedikt XVI. kann ich gut nachvollziehen. Die Ergänzungen von Kardinal Marx kann ich nicht verstehen. Wenn ich mir den Amoklauf in München eines Täters mit neun Toten oder den Lastwagenanschlag eines Täters beim Weihnachtsmarkt in Berlin mit zwölf Toten und 48 Verletzten anschaue, habe ich kein Verständnis für die Aussage von Kardinal Marx, dass kein Mensch überflüssig ist und jeder Mensch ein Geschenk Gottes für die ganze Welt ist. Auf diese beiden Attentäter können die Opfer und ihre Familien verzichten, die ganze Welt kann darauf verzichten. Diese Attentäter sind als Menschen geboren, sind dann aber zu Teufeln geworden, sie sind kein Geschenk Gottes – sagt mir mein christlicher Glaube.

Johann Nußbaum Rimsting

Jesus Christus hat zu seinen Aposteln gesagt: „Lehrt alle Völker alles halten, was ich euch geboten habe.“ Das gilt auch für ihre Nachfolger, die Bischöfe, und gilt auch heute noch bis an das Ende der Welt. Der Apostel Paulus hat das präzisiert und seinem Schüler und Bischof Timotheus geschrieben: „Rüge, mahne, weise zurecht, sei es gelegen oder ungelegen!“ Frau Wojtech hat das als „oktroyieren“ verunglimpft. Deutsche Bischöfe trauen sich das wie Paulus sowieso nicht mehr zu sagen, nicht einmal der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx. Im Interview mit dem OVB sagte er zu dem Hinweis, dass jedes dritte Kind unverheiratete Eltern habe: „Aber es ist doch auf der Welt! Wie schön!“ Zum sündhaften Verhalten der Eltern hat er leider nichts gesagt, sondern ist ausgewichen mit der Ausrede: „Zahlen allein sagen nichts.“

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