Kein neutralerBericht überdie Corona-Demo

Zur Berichterstattung über die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Rosenheim (Regionalteil):

Das OVB berichtete erfreulich ausführlich über die Demonstration in Rosenheim. Klar erkennbar ist jedoch, dass es nicht neu tral berichtend ist. So wird auch bei dieser Demo der offensichtlich obligatorische Kontext zum Rechtsextremismus hergestellt. Diesmal mittels des in den Tiefen der Massenpsychologie wohlbekannten Tricks der negativen Konnotation: Der Autor wundert sich spaltenweise da rüber, dass er partout keine „rechtsextremen Fahnen oder Symbole“ finden kann. Voila: Die Verbindung ist hergestellt.

Weiter kontert der Autor die Kritik an der Maskenpflicht im Unterricht, bei der unseren Kindern immerhin nicht weniger als ihre elementarsten Menschenrechte, die Luft zum Atmen nämlich, genommen werden – mit der Bemerkung: „Genaue Belege“ dafür hätten die Demonstranten nicht.

Was wirklich von der Maskenpflicht zu halten ist, konnte man tags darauf in der ARD beobachten. Anne Will hatte illustre Gäste (darunter Ministerpräsidenten) eingeladen, um über das „Was jetzt?“ der Corona-Krise zu diskutieren. Frau Professorin Rübsamen-Schaeff, Virologin, durfte eine „streng kontrollierte“ und „verschärfte“ Maskenpflicht fordern. Es herrschte Einigkeit: Alle Maßnahmen, besonders aber die Masken, seien alternativlos.

Was die Runde wirklich davon hielt, konnte man im Abspann der Sendung live miterleben: Die Diskutanten erhoben sich aus ihren Sesseln und versammelten sich, die Kameras schon ausgeschaltet wähnend, weder Masken tragend noch Abstand haltend, um die Beistelltische. Wir lernen daraus: Sobald die Öffentlichkeit scheinbar ausgeschlossen ist, spielen bei der politisch-medialen Elite Masken und Abstand keine Rolle mehr.

Dr. Andreas Strasser

Bruckmühl

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