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Kein Mitleid mit den Tankstellenbetreibern

Die Benzinpreise sind weiterhin ein Streitthema.
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Die Benzinpreise sind weiterhin ein Streitthema.

Zum Bericht „Wir sind nicht die Abkassierer“ (Bayernteil):

Es ist schon erstaunlich, für wie naiv der Leser gehalten wird. In dem Artikel klagen die beiden Brüder Amberger, wie wenig sie doch an einem Liter Benzin/Diesel verdienen. „Nur zwei bisdrei Cent“ – das sei weniger, als man an einer Breze verdiene. Nur dass kaum jemand nur einen Liter Benzin kauft, sondern doch etliche mehr. Zum Ende des Artikels sagen sie dann, dass sie 35 000 Kunden pro Tag an ihren Tankstellen haben. Das mal kurz hochgerechnet mit nur 30 Liter Sprit pro Kunde und Tag und mit nur zwei Cent, sind das schon 18 000 Euro Gewinn am Tag und 6,6 Millionen Euro Gewinn im Jahr. Und das noch ohne den Umsatz für Waren, Zusatzprodukte und Autowäsche und so weiter. Also Mitleid muss man mit den beiden wirklich nicht haben.

Es mag ja sein, dass die Firma der beiden Brüder nicht den „Markt“ beeinflussen kann, aber dass sie glauben, der Markt funktioniere, nur weil ihnen der Preis vom Markt mehr oder weniger vorgegeben wird, ist aus meiner Sicht ein völlig falsches Verständnis von einem „funktionierenden Markt“. Die großen Konzerne geben den Preis vor, und die kleinen, freien Tankstellen müssen mitmachen, um etwas vom großen Kuchen abzubekommen. Wenn man sich das ansieht, dann sind selbst die „Krümel“ für die „Kleinen“ gar nicht so klein. Selbst wenn dieses Rechenbeispiel hoffnungslos überzogen ist und man auf einen Bruchteil dieses Gewinnes kommen würde.

Wenigstens haben sie zum Ende ihres Interviews noch etwas Vernünftiges angesprochen: den Ausbau des Nahverkehrs, um den Verbrauch von Benzin und Diesel weiter zu reduzieren und den unsinnigen Umstieg auf tonnenschwere SUVs.

Stephan Oberprieler

Bad Feilnbach

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