Katzen vermehren sich rasant

Zum Bericht "Gesunde Mäusefänger gefragt" im Regionalteil:

Was Frau Barbara Angermaier, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rosenheim feststellt, ist leider traurige Tatsache. Das Leid der herrenlosen Katzen ist meist nur Tierschützern bekannt. In den kommenden Monaten werden wieder Millionen ungewollte Kätzchen geboren. Die Jungkatzen werden bereits ab dem vierten Lebensmonat geschlechtsreif und können bis zu dreimal im Jahr Junge bekommen. Ein Wurf besteht durchschnittlich aus vier Jungtieren. So kann allein in nur fünf Jahren ein einziges Katzenpärchen mehrere tausend Nachkommen haben. Dass dem nicht so ist, liegt daran, dass die meisten Jungkatzen das erste Lebensjahr nicht überleben, in dem sie verhungern oder an unbehandelten Krankheiten sterben. Manche Tiere werden aber auch durch den Menschen ertränkt, erschlagen oder vergiftet. Viele Landwirte dezimieren ihren ungewollten Katzennachwuchs auf diese Weise. Dies ist zwar nach dem Tierschutzgesetz verboten, aber leider immer noch übliche Praxis.

Wenn Herr Bodmaier von einigen schwarzen Schafen spricht, muss ich widersprechen, denn es verhält sich genau umgekehrt. Es gibt sehr wohl warmherzige Landwirte, die ihre Katzen gut füttern, kastrieren und auch ins Haus lassen. Für die meisten anderen brauchen wir dringend eine Katzenschutzverordnung. Nur so hätten Veterinärärzte und Tierschützer eine rechtliche Handhabe. In Norddeutschland gibt es diese Verordnung bereits in über 50 Kommunen. Man hat den Verdacht, dass es bei uns in Bayern am politischen Willen fehlt, dieses Thema anzugehen.

Hildegard Wimmer

Grassau

Kommentare