Katholische Kirche: Zu verbohrt für die Menschlichkeit

Zur Berichterstattung über die katholische Kirche, die homosexuellen Paaren den Segen verweigert (Bayernteil):

Wieder einmal zeigt sich, dass es für eine Institution wie die Kirche schädlich ist, dass ausschließlich ältere und alte Männer das letzte Wort haben! Mit wirren formellen Winkelzügen, die kein lebenserfahrener Mensch nachvollziehen kann, werden von lieblosen Personen gemachte Vorschriften über das höchste kirchliche Gebot der Nächstenliebe gestellt. Wie wenn die Skandale der letzten Jahre nicht schon viel zu viele Gläubige verständlicherweise aus der Institution katholische Kirche vertrieben hätte, zeigt die Führungsebene wieder ihre kalte Fratze und beleidigt die Lebensform von Menschen, die gleichwertige Geschöpfe unseres gemeinsamen Gottes sind. Entscheidend ist nämlich nicht, mit wem ich zusammen lebe, sondern wie ich zusammen lebe!

Verurteilen kann man Gewalt in Beziehungen, Untreue und so weiter, aber nicht pauschal das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Menschen – das ist ein unzulässiges Vorurteil. Manchmal erscheint es so, dass niemand der katholischen Kirche mehr Schaden zufügt als die eigene Führung. Die prognostizierte Bedeutungslosigkeit für die Gesellschaft erreicht die katholische Kirche so noch schneller als mancher Zukunftsforscher vorherzusagen wagte.

Ulrich Krapf

Kolbermoor

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