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Kampf gegen die Pandemie: Nicht nur allein den Inzidenzwert sehen

Zum Bericht „Corona-Warnung an Berchtesgadener“ (Bayernteil):

Bisher wurden die Corona-Inzidenzwerte nur bis auf Landkreisebene heruntergebrochen. Nun aber wurde erstmals für eine einzelne Gemeinde (Berchtesgaden mit rund 7500 Einwohnern), ein eigener Inzidenzwert ausgerechnet.

Stolz vermeldet das Landratsamt, man sei bei dieser Rechnung auf einen Wert von 416 gekommen, und wolle damit verdeutlichen, „wie ernst die Lage“ sei.

Auslöser dieser „Warnung an die Berchtesgadener“ seien „knapp über 30 Corona-Fälle.“ Menschen also, bei denen ein PCR-Test positiv angeschlagen hat. Eine überschaubare Zahl, bei der sich die Frage geradezu aufdrängt, wie es diesen Menschen denn gesundheitlich wirklich geht.

Ich habe beim Gesundheitsamt Berchtesgaden angerufen. Der freundliche Herr im Amt hat sich sehr bemüht, konnte aber keinerlei Erkenntnisse zum Gesundheitszustand der 30 Fälle ausfindig machen. Er verwies an die Pressestelle. Von dort kam nur eine kurze Absage: Weitere Auskünfte werden nicht erteilt!

Was sagt uns dieses beredte Schweigen der Behörde? Ganz einfach: Wir können, ja wir müssen sogar davon ausgehen, dass die Mehrzahl dieser „Corona-Fälle“ dauerhaft ohne jegliche Krankheitssymptome sind. Ein paar wenige werden solche aufweisen. Kein einziger wird aber auf einer Intensivstation liegen. Wäre es anders, würde das Landratsamt nicht in allen Einzelheiten berichten, um ihre „Warnungen“ noch plastischer zu gestalten?

Und so dürfen wir feststellen, dass auch hier statistische Daten von übereifrigen Behörden aufgebauscht und von schlagzeilenhungrigen Medien skandalisiert werden. Die für eine wahrhaftige Einordnung wichtigen Basisinformationen bleiben dabei ein streng gehütetes Geheimnis.

Dr. Andreas Strasser

Bruckmühl

Immer nur auf die Inzidenz zu schauen ist falsch. Der Stufenplan wäre richtig. Die korrigierte Inzidenz sollte auch Parameter wie die Menge an Tests, die Zahl der freien Intensivbetten, den R-Wert und auch die Impfquote berücksichtigen. Mit der aktuellen Methode werden die Städte und Gemeinden bestraft, die viel testen. Das kann doch nicht sein, weil gerade durch diese Maßnahmen der Virus entdeckt wird. Diese Vorgehensweise muss daher unbedingt belohnt werden.

Was aktuell viel Frust erzeugt, ist das planlose und undurchschaubare Vorgehen. Ohne Plan kann niemand agieren, wenn man nicht weiß, was wann und wo gilt. Homeschooling oder Präsenzunterricht, Einkaufen im Geschäft oder vor der Ladentüre. Wer darf öffnen? Schuhladen ja, oder Bekleidungsgeschäft nein? Friseur oder Massage? Klar ist nur, Hotels und Gasthäuser müssen zuhaben, aber wie sieht es im Außenbereich aus?

Was gilt in welcher Gemeinde und was in Österreich, da wir ja Grenzgebiet sind. Gerade wir im Grenzgebiet, wo ein bundesdeutscher Corona-Einheitsbrei schädlich wäre, testen mindestens doppelt so viel, wie anderswo. Ich habe hier einmal eine einfach vergleichbare Formel entwickelt, um einen lösungsorientierten Ansatz zu liefern: Inzidenz mal den R-Faktor, minus Testquote (je Prozent ein Punkt), plus Intensivbettbelegung (ab 50 Prozent je zwei Prozent darüber ein Punkt), minus Impfquote (Prozentzahl als Abzug) ergibt einen korrigierten Inzidenzwert.

Armin Nowak

Berchtesgaden

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