Kahlschlag an der Töginger Straße: Verordnung zum Baumschutz nötig

Zum Bericht „Baumfällaktion an der Töginger Straße“ (Lokalteil):

„Welch ein Jammer!“ Das war mein erster Gedanke, als ich an dem kahl geschlagenen Grundstück an der Töginger Straße vorbeikam. Die Zerstörung des wunderbaren Baumbestands trifft mich ins Herz. Stets habe ich mich gefreut über das Grün, die Vogelstimmen, und auch über die Kühle, die dieses kleine Wäldchen an heißen Sommertagen ausstrahlte. Dieser Verlust ist unwiederbringlich; man müsste wohl mehr als Tausend junge Bäume pflanzen, um ihn wieder auszugleichen. So kann ich der Forderung der Grünen nach einer Baumschutzverordnung für Mühldorf nur zustimmen! Das heißt nicht, dass man überhaupt keinen Baum mehr fällen kann, sondern dass es ein kontrolliertes Verfahren gibt, bei dem Naturschutz und Allgemeinwohl gegenüber Privatinte ressen abgewogen werden müssen. Darüber hinaus sollte es eine allgemeine Satzung geben, die zum Beispiel Baumpflanzung und Begrünung bei Bauvorhaben vorschreibt, die Versiegelung von Flächen auf öffentlichem oder privatem Grund begrenzt und weitere Maßnahmen vorsieht, die das Stadtklima, besonders angesichts der fortschreitenden Klimaerhitzung, verbessern helfen.

Der Stadtrat könnte hier einmal Mut beweisen, ein wichtiges Thema für die Lebensqualität in unserer Stadt anzupacken – zum Wohl der Bürgerschaft und kommender Generationen!

Dr. Adelheid Kückelhaus

Mühldorf

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