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Journalismusmit Empörung und mit Fehlern

Zum Bericht„Strom an der Börse 488 Prozent teurer“ (Politikteil):

Abschreiben von anderen ist mittlerweile die übliche Methode, um Zeitungen mit Text zu füllen. Es wird immer mehr von fragwürdigen Internet-Portalen, sozialen Medien oder Presseagenturen übernommen, ohne selbst zu recherchieren oder zu hinterfragen. Auch der Artikel zum Rekordhoch des Strompreises auf der ersten Seite der Weihnachtsausgabe wurde einfach abgeschrieben, leider falsch. Es wurde behauptet, dass am 23. Dezember 2021 die Kilowattstunde Strom an der Börse für 251,02 Euro gehandelt wurde. Gut, dass ich meinen Strom von den Stadtwerken Mühldorf beziehe, dort kostet die Kilowattstunde Öko-Strom aktuell nur 0,299 Euro. Das ist etwa 1000-mal billiger als von unserer Zeitung dargestellt. Da „feit‘s vom Boa weg“, würde mein Lieblingskolumnist Josef Bauer sagen.

Generell fällt auf, dass bei etwas komplexeren technischen Themen, wie zum Beispiel 5G-Mobilfunk, E-Mobilität oder Digitalisierung die Kompetenz unserer Journalisten sehr dürftig ist. Es werden dann hauptsächlich Texte aus fragwürdigen Studien übernommen oder seitenweise Interviews mit als „Experten“ getarnten Lobbyisten abgedruckt. Aber zurück zum Artikel über den „angeblich“ stark gestiegen Strompreis. Ohne den Unsinn zu hinterfragen, wurde auch noch auf ein Vergleichsportal referenziert, deren Werbeträger mir regelmäßig meine gute Laune verderben.

Zudem hat der Artikel wenig bis gar keinen relevanten Informationsgehalt für den privaten Stromkunden und geht sehr stark in die Richtung „Empörungsjournalismus“ der billigsten Art. Hintergründe und Relevanz der dargestellten Fakten wurden in keinster Weise erläutert. Ich möchte solche „Sensationsknüller“ nicht in meiner Zeitung lesen müssen, so was kriege ich schon täglich kostenfrei in meiner Filterblase serviert.

Stephan Moser

Mühldorf

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