Jogi Löw sollte als Nationaltrainer zurücktreten

Zur Berichterstattung über die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft (Sport):

Die Nationalmannschaft ist meiner Meinung nach an einem Punkt angekommen, an dem Trainer Jogi Löw nicht mehr glaubwürdig erscheint – weder in taktischer Hinsicht noch mit Blick auf seine Medienarbeit.

Die Art und Weise, wie er seine Weltmeister aussortiert hat, ist von außen betrachtet unerträglich. Wie müssen sich erst die betroffenen Spieler gefühlt haben? Jungen Spielern mit Perspektive müsse man Sicherheit geben: das postuliert er stoisch, fast eigensinnig. Da bleibt die Selbstreflexion auf der Strecke. Vereine leisten beste Arbeit, wenn es darum geht, Spieler zu entwickeln. Eine Nation im Sport zu vertreten, sollte aber vor allem leistungsbezogen sein.

In der Vergangenheit haben sich immer die Mannschaften durchgesetzt, in denen die Mischung aus Erfahrung, Spaß, Leichtigkeit, Leistung und „Junger Wilder“ gestimmt hat. Heute hat man in unserem Team den Eindruck, als würden seit über zwei Jahren Spieler auf dem Platz herumlaufen, die durchaus Fußball spielen können, aber denen die internationale Klasse schlicht und einfach fehlt. Kann Herr Löw nicht einfach zugeben, dass das Aussortieren von Leistungsträgern eines aktuellen Champions-League-Siegers ein Fehler war?

Ist in einem Kader von 23 Spielern tatsächlich kein Platz für die Besten? Das verstehe, wer will. Die Mannschaft wirkt uninspiriert, unkreativ, fehlerlastig, oft unkonzentriert und verkrampft. Keine guten Vo raussetzungen, um „Großes“ zu leisten.

Die Medienwirksamkeit des Bundestrainers ist zudem nicht mehr gegeben. Die Antworten in Interviews wirken ausgebrannt. Kein „Feuer“, keine Leidenschaft mehr spürbar. Der Wind ist rauer geworden, aber ein Herr Löw und sein Stab kleben beharrlich an den Posten. Reichen die Erkenntnisse noch nicht aus, dass wir in Europa nur mehr zweite Wahl sind?

Dr. Rüdiger Wittmann

Bad Feilnbach

Kommentare