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Ist die Pflege von Angehörigen ein kaum erreichbares Privileg?

Zum Bericht „Allein kann das keine Familie schaffen“ (Bayernteil):

Mit großer Freude und auch etwas Scham habe ich den Artikel über die Begleitung und Pflege der Mutter von Claus Fussek gelesen. Meine Freude rührt daher, dass es ihm vergönnt war, dem Wunsch seiner Mutter zu entsprechen und sie auch in der letzten Stunde begleiten zu können. Es ist wahrlich vorbildlich, dass er seine Unabhängigkeit von Beruf, familiären Pflichten wie das Behüten und Begleiten von Kindern genutzt hat, um seiner Mutter zur Seite stehen zu können.

Mit Scham erfüllte mich die Lektüre des Artikels, weil ich als Pflegeprofi, Altenpfleger, Schulleiter einer Pflegeschule und Gerontologe meiner Mutter ihren größten Wunsch, bis zum letzten Tag in ihrem mit viel Mühe und Verzicht gebautem eigenen Haus zu bleiben, nicht erfüllen konnte. Sieben Kinder haben es nicht geschafft. Ich musste mich damit abfinden, dass ich als Pflegeprofi Entscheidungen traf, treffen musste, die gänzlich konträr zu der Lebensplanung meiner Mutter standen. Ich hatte das „Pech“, dass ich noch voll im Berufsleben stand.

Es stimmt hundertprozentig, dass keine Familie es allein schafft, Angehörige zu Hause zu pflegen. Und auch mit Unterstützung ist es nur wenigen möglich. Ich habe als Profi bisher keine Lösung gefunden. Wie Claus Fussek schon sagt, dass er bei seiner Mutter sein konnte, ist unbezahlbar.

Ulrich Brenner

Rosenheim

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