Ist das E-Auto wirklich die Mobilität der Zukunft?

Zu „E-Mobilität: Die Frage nach Umweltverträglichkeit und Öko-Bilanz“ (Leserbriefe) und zur Berichterstattung über Elektro-Autos (Politikteil):

Ein E-Auto ist eine feine Sache und auch umweltfreundlich, wenn der Strom auf dem eignen Dach des Herstellers für die Fabrikation erzeugt wird, und der Nutzer das Fahrzeug mit eigner regenerativer Energie aufladen kann. Das ist aber bei den meisten Herstellern und Nutzern nicht der Fall. Die Zulassungszahlen von E-Autos haben im letzten Jahr deutlich zugenommen, nicht zuletzt auf Grund der Förderung durch die Bundesregierung. Tatsache ist aber auch, dass Deutschland noch nie so viel elektrische Energie im Ausland einkauften musste wie im Jahr 2020. Wenn auf diese Weise die Kohlekraftwerke in Polen und die Kernkraftwerke in Frankreich gefördert werden, ist das kontraproduktiv. Außerdem, glaubt man den Experten, hat der Akku eines E-Autos eine Lebensdauer von durchschnittlich acht Jahren. Die Kosten für einen Austausch, sofern verfügbar, sollen sich auf bis 23000 Euro bei einem Tesla belaufen. Das heißt, dass diese Fahrzeuge nach dieser Nutzungszeit einen wirtschaftlichen Totalschaden erleiden. Wie es dann mit dem Recycling aussieht, ist noch nicht geklärt. Auch das Thema Brandgefahr ist nicht zu verachten. Ein brennendes E-Auto kann nicht mit den herkömmlichen Mitteln gelöscht werden, wie der Brand eines Tesla in Österreich gezeigt hat. Dieser musste mehrere Tage in einem wassergefüllten Container getaucht werden, bis der Akku vollständig entladen war. Ein Lösungsansatz wären genormte Akku-Einheiten, die recycelbar sind und in jedem Fahrzeug verbaut werden können. Diese könnten nach der Ausmusterung im Fahrzeug noch gute Dienste im Haus bei der Speicherung der elektrischen Energie, die mit der Fotovoltaikanlage erzeugt wird, leisten. Aber ein derartiges System ist noch nicht in Sicht.

Jürgen Breuer

Heldenstein

Den OVB-Heimatzeitungen sei Dank für die wichtige Information, dass Tesla nun ein neues Modell mit über 1000 PS heraus gebracht hat. Endlich wird es ein autobahntaugliches E-Auto geben, das mehr als 300 km/h schnell sein kann. Vorbei die Zeit, wo E-Autos auf der rechten Spur der Autobahn dahinschleichen müssen, damit sie noch die nächste Ladestation erreichen. Jetzt bin auch ich von der Zukunft der E- Mobilität überzeugt. Es war mir nicht zu vermitteln, dass ich einen Beitrag zur CO2 Vermeidung leiste, wenn ich ein E-Auto mit einer 600 Kilogramm schweren Batterie (beispielsweise Tesla) im Stop-and-go Verkehr durch die Stadt bewege und der Akku im Nu leer genuckelt ist. Das ist künftig natürlich anders. Endlich können E-Autos mit 250 km/h und mehr auch auf der linken Spur über die Autobahn brettern und den anderen demonstrieren, wie man CO2 vermeidet und ihnen trotzdem davonfährt! Diese neue Möglichkeit wird die Verbreitung der E-Mobilität nach meiner Überzeugung enorm beflügeln, zumal bekanntlich die Einkommen zurzeit so stark steigen, dass für die Mehrheit auch ein 100 000-Euro-Auto bald nicht mehr unerschwinglich sein wird. Unserem Sohn werde ich ebenfalls den neuen Tesla empfehlen, er kann als Arzt die Anschaffung sogar steuerlich abschreiben. Wenn er unterwegs mal „tanken“ muss, sollen seine Patienten halt ein paar Stunden warten, es ist ja für einen guten Zweck…

Volkart Rothweiler

Bad Aibling

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