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Leserbriefe

Impfung und Infektionsgeschehen korrekt darstellen

Zu „160 Corona-Fälle trotz kompletter Impfung“ (Lokalteil):

Wiederholt und in dicken Lettern macht die Zeitung diese Aussage in der Überschrift und im Text. Ihre Formulierung könnte so verstanden werden, dass die Impfung wirkungslos ist. Das hoffe ich nicht für Sie und Ihre Leser.

So ist der Wirkmechanismus einer Impfung falsch verstanden. Auch Geimpfte infizieren sich. Entscheidend für den Krankheitsverlauf oder auch symptomfreien Ablauf ist das Immunsystem des Infizierten, abhängig von Alter, Vorerkrankungen wie Autoimmun-Krankheiten, durchgemachte Covid-19-Infektion, Virusvariante, inhalierte Virusmenge und eben Impfstatus.

Vor der Infektion kann die Impfung nicht schützen, aber vor mehr oder weniger starker Erkrankung.

Die niedrigen Todesraten, die aktuell zu bewältigenden Patienten-Zahlen auf Intensiv- und Allgemeinstationen trotz der im Vergleich zur ersten Wuhan-Varianten-Welle hohen Infektions-Zahlen dürften neben abgeschwächten Erkrankungsverläufen bei den Nachfolge-Varianten auch auf Effekte der Durchseuchung, dem „infektionsbewussteren“ Verhalten der Bevölkerung und auch auf die Impfeffekte zurückzuführen sein.

Vor der Infektion als überwiegende „Tröpfchen-Infektion“ schützen bekannterweise am besten die FFP2-Maske, allgemeine Hygienemaßnahmen sowie der Abstand. Impfungen mit den jetzt verwendeten Wirkstoffen von Biontech und Moderna mit einer Nebenwirkungsrate von 0,008 Prozent („sehr selten“) für schwerwiegende Ereignisse wie Lungenembolie erzeugen zu 90 Prozent bei den Geimpften eine ausreichende Immunantwort.

Die zehn Prozent ohne genügendes Ansprechen auf die Impfung könnten die in Ihrer Überschrift titulierten Fälle sein.

Dr. Reinhard Baumgartner

Polling

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