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Impfung für Kinder nicht nachvollziehbar

Zum Bericht „Jugendliche warten auf Impfung“ (Regionalteil):

Diesen Artikel zu lesen, war fast schon surreal. Da bei Kindern und Jugendlichen die eigentliche Grundlage für eine Impfung fehlt, wird nun ganz perfide die Sorge um das psychische Wohl in den Vordergrund gestellt. Die psychischen Einschränkungen, welche die Regierung unseren Kindern auferlegt, sind nun auf einmal ein Symptom von Corona. Die Lösung liegt greifbar nahe: die erlösende Spritze.

Wie kann man als Kinderarzt diese Verantwortung tragen? Wie kann man ein so klares Nutzen-Risiko-Verhältnis völlig ignorieren? Es gibt ganz klar keine Pandemie unter Kindern und Jugendlichen, die man beenden müsste. Es gibt eine Krankheit, mit der diese Altersklassen weitestgehend gut zurechtkommen. Die es aber nicht rechtfertigt, einen nicht ausreichend geprüften Impfstoff in dieser Altersklasse anzuwenden. Wenn ich hier lese, dass Dr. Geuder „davon ausgeht“, dass bei einer Zulassung die Sicherheit an erster Stelle steht, kommt mir das kalte Grausen.

Die Motivationen der Eltern, die ihre Kinder auf die Impf-Warteliste setzen wollen, sind für mich nicht nachvollziehbar. Ist es der nahende Familienurlaub oder der Besuch im Biergarten? Die Hoffnung, dass nach der Spritze alles wieder normal wird, koste es, was es wolle? Gibt es bei diesen Menschen überhaupt eine rote Linie, wenn es um ihr Kind geht? Wir brauchen Kinderärzte, die unseren Kindern helfen. Die für sie aufstehen und die das Rückgrat haben, um dem politischen Druck standzuhalten.

Heidi Thaller

Hohenthann

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