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Impfen: Nur eine private Entscheidung?

Prominenter Impfverweigerer: Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger.
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Prominenter Impfverweigerer: Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger.

Zum Bericht „Apartheid: Söder rügt Aiwanger“ (Politikteil):

Einstein sagte: „Zwei Sachen sind unendlich, das Universum und die Dummheit der meisten Menschen, wobei ich mir beim Universum noch nicht ganz sicher bin.“ Zu den „meisten“ gehört mit Sicherheit an der Spitze Hubert Aiwanger, der sich für Flutopfer einsetzt, aber dem die fast 100 000 Corona-Toten völlig egal sind. Er bewirkt als Vize-Ministerpräsident mit seinen „Aktivitäten“ – zuerst mit seinen Öffnungs-Tiraden, dann mit öffentlicher Impfverweigerung und jetzt mit dem Apartheid-Regime-Vergleich – dass die Uninformierten so verunsichert sind, dass sie sich auch nicht impfen lassen. Impfverweigerer gefährden ganz persönlich das Leben derer, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen – im Todesfall sind Impfverweigerer dafür verantwortlich und müssen auch rechtlich verfolgt werden. Obwohl allein in Europa in den letzten acht Monaten über 200 Millionen Menschen geimpft wurden und die Komplikationsrate bei Biontech unter 0,1 Prozent liegt, verweisen die Impf-Querdenker auf völlig unerklärliche Langzeitfolgen. Zu den Pestiziden & Co., zu den normalen Arzneimitteln, zu den rund 30 verschiedenen chemischen Schadstoffen in Fertiglebensmitteln sagen diese „Denker“ gar nichts und konsumieren das eifrig! Warum haben wir heutzutage so viele völlig verantwortungslose Individuen, die ohne Fachwissen ganze Gesellschaften gefährden und zum Absturz bringen können – sie speisen sich hauptsächlich aus dem Trump/ AfD-Giftreservoir. Einer der Hauptursachen ist die minutenschnelle Internet/Apps-Verbreitung von blanken Lügen und Pseudo-Info-Fetzen in diesem bildungs- und verantwortungsfernen Fachwissen-verachtenden Milieu.

Martin Cretnik

Prien

Der Irrsinn geht weiter. Mittlerweile wollen Politiker mehr vom Thema verstehen als die Fachleute. Die Ständige Impfkommission (Stiko) wird gedrängt, faktenbasierte Entscheidungen für Kinder und Jugendliche bitteschön zu revidieren, damit es ins politische Konzept passt und die Impfquote erreicht wird. Die Ethikkommission hat man schon auf Spur gebracht. Andersdenkende wie Herr Aiwanger, der das Impfen zurecht als private Entscheidung reklamiert, werden politisch in die Ecke gedrängt. Frau Roider schreibt in ihrem Leserbrief richtig, dass die Impfstoffe immer noch bedingte Zulassungen haben. Normalerweise dauert das nicht grundlos viele Jahre. Aiwanger wird an seinen Eid erinnert.Ich bin überzeugt, dass eine etwas re flektiertere Sicht auf das Thema dem Eid deutlich gerechter wird als dieses stumpfsinnige „impfen, impfen, impfen“-Getöse. Da haben sich wohl ein paar Leute verrannt und können nicht mehr zurück. Alternativen wie Luftreiniger, vorbeugende Maßnahmen oder anderes sind keine Themen. Ich befürchte für den Schulstart im Herbst das Schlimmste. Wenn da in jedem zehnten Klassenzimmer ein Luftreiniger steht, muss man wahrscheinlich schon „bravo“ schreien. Und das nach mittlerweile fast eineinhalb Jahren. Aber wenn die Klassenzimmer Luftreiniger hätten, dann könnte man ja eventuell auf die Impfung von Kindern verzichten. Ein Schelm, wer sich dabei etwas denkt. Eine Impfung dient primär dem Schutz des Geimpften. Das ist bei Grippe so und auch bei Corona. Ein Geimpfter kann immer noch Mitmenschen anstecken. Das hat Herr Drosten im Mai so gesagt. Die Politik stellt sich seit Monaten hin und fordert, dass man sich für die anderen impfen lassen soll. Die Umkehr des Impfwirkprinzips? Siehe oben zum Thema Fachkompetenz.

Ulrich Eiwan

Amerang

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