Homöopathie muss Erfolge nachweisen

Zum Thema „Homöopathie kann einiges heilen“ (Leserbrief):

Ich kann Leserbriefautor Robert Haidacher nur beipflichten, was die Wirkung von Homöopathie betrifft. Ich selbst habe neun Jahre an Nebenhöhlenentzündung gelitten und in jedem Jahr fünf- bis sechsmal Antibiotikabehandlungen gemacht. Alles umsonst.

In meiner Verzweiflung habe ich dann trotz Bedenken den Weg zum Homöopathen gemacht. Nach drei Wochen waren die Entzündungen weg und sind nie wieder aufgetaucht. Ich habe oft bei Homöopathen Hilfe gefunden und beste Erfahrungen gemacht. Wenn wir schon über die Wirksamkeit von Schulmedizin und Medikamenten reden, frage ich mich: Wie schaut es mit der Wirksamkeit der Schulmedizin aus, wenn mir keiner in neun Jahren helfen konnte?

Viele Male habe ich wegen unerträglichen Rückenschmerzen einen Chiropraktiker aufsuchen müssen, weil sich keiner der mich behandelnden Ärzte die Mühe gemacht hat, mich genau zu untersuchen. Man geht zu Alternativmedizinern ja nur aus Schmerz und Verzweiflung, weil einem kein Schulmediziner hilft. Ein Homöopath und ein Chiropraktiker müssen Erfolge zeigen, sonst geht keiner mehr hin. Bei einem Arzt ist das egal, er kann auch ohne Erfolg seine Leistungen abrechnen. Es gibt natürlich auch gute Ärzte, die ihre Tätigkeit mit allem Einsatz machen, aber das sind leider wenige. Und solch einen zu finden, kann Jahre dauern und ist immer mit großen Schmerzen verbunden.

Werner Schönauer

Rosenheim

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