Homeschooling hat auch Vorteile

Zur Berichterstattung über die Schulen während der Corona-Pandemie (Politik- und Bayernteil):

Die Zeiten sind nicht leicht; die Nerven liegen teilweise blank und die Sorgen wachsen, welche unsere Schulkinder betreffen. Es wird viel geschimpft über Distanzunterricht, schlechtes Internet, unmotivierte Lehrer... Ist es da nicht wichtig, sich beim Homeschooling ein paar Glücksmomente bewusst zu machen?!

Statt um 6 Uhr klingelt der Wecker erst um 7 Uhr. Das tut nicht nur mir, sondern auch den Kindern gut. Es ist nicht schlimm, wenn das Müsli im Schlafanzug gegessen wird. Ich bin wesentlich entspannter, was das Fertigmachen für die Schule angeht, egal, ob es über Nacht geschneit hat – kein Grund zur Panik. Es fährt uns kein Bus davon, keine Brotzeitboxen, die vergessen werden könnten, kein Geschrei „Ich find meine Hausaufgabe nicht“, um nur ein paar Beispiele zu nennen, die meinen Puls frühmorgens normalerweise schon hochtreiben. 10.15 Pause: Zeit für ein zweites Frühstück – ein bisschen Familienzeit. Die ersten Frühlingssonnenstrahlen wärmen das Gemüt, die Schule kann spontan nach draußen verlagert werden. Auch Schwächen und Stärken habe ich bei meinem Kind festgestellt, die ich ohne Home schooling nicht erkannt hätte.

Ich könnte noch mehr positive Dinge aufzählen und ich bin mir sicher, alle Eltern finden etwas, womit sie sich motivieren können, um durchzuhalten. Wir persönlich haben zusätzliches Glück: Das Homeschooling läuft viel besser als im ersten Lockdown. Die gesamte Lehrerschaft gibt ihr Bestes, ist mega engagiert und alle Möglichkeiten werden genutzt.

Ein Danke an die Grundschule Samerberg und das Gymnasium Raubling! Mein Wunsch an die Politik: Es sollten genügend Kapazitäten geschaffen werden, um eine Wiederholung des Schuljahres für alle Kinder gewährleisten zu können.

Jana Dammers

Samerberg

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