Holzhäuser oft vorteilhaft

Zum Leserbrief "Ziegel schlägt Holz" von Hermann Brugger:

Da Herr Brugger ein (Bau-)Fachmann ist (das hoffe ich doch, dass er dies ist, wenn er als Vertreter der Ziegelindustrie - auch wenn er dies nicht erwähnt - handelt), hätte ich fachlich stichhaltige Argumente erwartet und keinen Versuch von Meinungsmache unter Benutzung fadenscheiniger Argumente und Aufzählung (abgedroschener) Vorurteile.

Herr Brugger bewirbt hier den neuesten Mauerstein T7, indem er versucht, den Mitbewerber (Holzbau) schlecht zu reden. Sein Fazit möchte ich auf die neutrale Ebene reduzieren: Eine geringe Bauschadenanfälligkeit (zitiert, was immer das auch sein soll) und vor allem ein für die Bauherren wünschenswertes und verlässliches Ergebnis lässt sich in erster Linie durch eine mängelfreie Ausführung von geeigneten Fachfirmen, die eine umfassende und komplette Planung im Vorfeld durch qualifizierte Fachplaner und vor allem einer kompetenten Bauleitung bedürfen, erzielen. Dies ist unabhängig von Bauweise und Bauart!

Eine unabhängige, neutrale und objektive Beratung über Energiestandard, Baustoffe und -weisen vor allem unter Berücksichtigung der Wünsche, des Informationsstands und der idealistischen Prägung der Bauwilligen (nie würde ich versuchen, Herrn Brugger zu einem Nicht-Massivmauerwerkgebäude zu überreden, dieser wäre hiermit voraussichtlich immer unglücklich) besorgt man sich entsprechend nicht (ausschließlich) von den Baustoffherstellern, -händlern und Fachfirmen, sondern von entsprechend über den Tellerrand blickenden, unabhängigen, kompetenten und einen Gesamtüberblick habenden Planern (zum Beispiel Architekten) ihres Vertrauens.

Gregor Redlbeck

Planungsbüro für

konstruktiven Holzbau

Vogtareuth

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