Historische Fakten

Zum Bericht „Der Eisner-Mörder auf dem Geldschein“ (Bayernteil):

Der Bericht über Graf von Arco auf Valley dokumentiert die einseitige Sichtweise heutiger Medien. Historische Fakten werden aus dem Zusammenhang gerissen und polemisch übertrieben. So beschreibt das OVB wiederholt Graf Arco als hinterhältig und die Justiz als willfährig. Er hatte am 21. Februar 1919 Kurt Eisner, den bayerischen Ministerpräsidenten, erschossen. Dieser war Anführer der Novemberrevolution von 1918. Die Begleit-Polizisten verletzten Arco schwer. Er überlebte und war für vier Jahre inhaftiert. Der Kommunist Alois Lindner erschoss im Gegenzug eine Stunde später Innenminister Erhard Auer, den er als Gegenspieler Eisners vermutete, und Mayor Paul Ritter von Jahreiß. Lindner konnte flüchten und saß später acht Jahre in Haft. Das Attentat wurde aus dem politischen Kontext der Räterepublik gerissen. Graf Arco war kein Nazi, sondern Monarchist, seine Großeltern Juden.

Karl-Georg Fritz

Rosenheim

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