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Harte Worte und der heilige Florian

Im Inntal wollen Lokalpolitik und Bürgerinitiativen dafür kämpfen, dass der geplante Brenner-Nordzulauf auch dort weitgehend in Tunnel verlegt wird.
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Im Inntal wollen Lokalpolitik und Bürgerinitiativen dafür kämpfen, dass der geplante Brenner-Nordzulauf auch dort weitgehend in Tunnel verlegt wird.

Zur Berichterstattung über den Brenner-Nordzulauf sowie zu den Beiträgen „Falsche Behauptungen in der Debatte“ und „Harte Worte im Brenner-Streit“ (Regionalteil):

In Ihrer Berichterstattung haben Sie die Stellungnahme von Thomas Riedrich als Vorsitzenden der Bürgerinitiative Brennerdialog dargelegt. Die von Frau Ludwig geäußerten „Falschen Behauptungen in der Debatte“ haben sich als falsch herausgestellt. Frau Ludwig wird zitiert: „Niemand – auch die Deutsche Bahn nicht – hat sich auf den Ausbau der Bestandsstrecke als einzige, richtige Variante des Brenner-Nordzulaufs festgelegt.“ Das hat niemand behauptet, wäre aber zu prüfen: Der Innenminister hat 2020 in einem Interview festgestellt, die Bestandsstrecke sei nur zu 50 Prozent ausgelastet! Bemerkenswert ist, dass Frau Ludwig sich als verkehrspolitische Sprecherin der Union bei einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen 2019 unter dem Titel „Man braucht politische Wetterfestigkeit“ zum Brenner-Zulauf wie folgt geäußert hat: „Wir haben die fünf Grobtrassen auf dem Tisch und anhand dieser Grobtrassen läuft der Dialog weiter. (…) Wir haben keine einfache geografische Lage, haben dichte Besiedlung und viel Verkehr. (...) Deswegen war‘s mir wichtig, dass es diesen Trassenvorschlag gibt. (...) Bevor wir zur Entscheidung kommen, muss der Bundestag entscheiden: Ist der Bedarf da, oder haben sich die Verkehrsströme in der Zwischenzeit verlagert?“ Ludwig tritt offensichtlich für eine Lösung ein, zu deren Bedarf der Bundestag noch nicht Stellung genommen hat. Thomas Riedrich spricht nur von der Aufnahme des Projekts durch den Bundestag in den vordringlichen Bedarf im Jahr 2016. Wie muss man dann die zitierte Aussage von Ludwig im Jahre 2019 bewerten? Die Forderung von Frau Ludwig, dass die Diskussion sachlich und ohne Stimmungsmache mit falschen Behauptungen erfolgen sollte, unterstütze ich. Ludwig müsste aber zunächst ihre eigenen falschen Behauptungen überdenken.

Dr. Dolf Hufnag l

Stephanskirchen

Man kann Thomas Ried rich von der Bürgerinitiative Brennerdialog nur Recht geben, wenn er darauf hinweist, dass der größte Fehler bereits 2016 gemacht wurde, als das Projekt in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde. Abgeordnete des Bundestages fahren naturgemäß zweigleisig. Einerseits müssen sie auf der Berliner Bühne alles daran setzen, dort ihre eigene Karriere voranzubringen, andererseits müssen sie, um wieder gewählt zu werden, im Wahlkreis vor Ort in der Regel mit einer anderen Sprache sprechen. Es ist völlig abwegig, wenn Frau Ludwig auf die internationale Dimension des Brenner-Nordzulaufs verweist. Sie sollte besser einmal nach Italien gehen, um dort feststellen zu können, wie weit die Italiener südlich des Brenners mit ihren Planungen, geschweige denn mit ihren baulichen Maßnahmen sind. Was nützt das ganze Projekt, wenn südlich des Brenners über Jahrzehnte weiterhin ein Nadelöhr besteht? Mehr Sarkasmus geht allerdings nicht. Frau Ludwig spricht in ihrer Stellungnahme davon, dass sie sehr viel Zustimmung zur violetten Vorzugstrasse bekommen würde, insbesondere von denen, die an der Bestandsstrecke wohnen. Wir Bürger im Landkreis Rosenheim sollten uns nicht von Frau Ludwig auseinanderdividieren lassen. Jeder sollte sich genau überlegen, wie er sich bei der Bundestagswahl im September entscheidet.

Dr. Helmut Klemm

Schechen

Sowohl beim Thema Brenner-Nordzulauf als auch beim Thema Krematorium in Kolbermoor ging und geht es doch letztlich um die Besitzstandswahrung. Die Anlieger dieser Bauvorhaben haben doch lediglich Angst um ihren Besitz. Dieser könnte aufgrund der Emissionen im Wert und in der Lebensqualität gemindert werden. Um Natur und Umwelt geht es bestenfalls nur den Naturschützern. In keiner Weise jedoch geht es um die Belange und Bedürfnisse der Allgemeinheit. Der Bedarf an diesen Vorhaben liegt auf der Hand. Die Betroffenen saugen sich alle noch so fadenscheinigen und unqualifizierten Einwände aus den Fingern, um ihre tatsächlichen, vorgenannten Gründe zu umschreiben. Ich selbst arbeite als Fahrdienstleiter an der betroffenen Strecke und glaube zu wissen, wovon ich spreche. Diejenigen, die glauben, man müsse nur die Bestandsstrecke ertüchtigen, gehen davon aus, dass alle Züge mit der gleichen Geschwindigkeit und ohne Halt die ganze Strecke fahren. Da das aber nicht der Fall ist, entstehen „Ziehharmonika-Effekte“, die, wie im Straßenverkehr, bei hohem Verkehrsaufkommen, alle folgenden Züge ausbremsen. Wenn sie wenigstens so viel Mumm hätten, die Dinge beim Namen zu nennen. An diesem egoistischen Heuchlertum krankt unsere Gesellschaft. „Oh heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd‘ andre an“

Werner Gmeiner

Kolbermoor

Corona ist schon praktisch. Man konnte deshalb im Web-Cast der Deutschen Bahn nur schriftliche Fragen stellen. Man lässt keine kritischen Fragen zu. Fragen werden „nur“ kurz beantwortet. Zwei Sätze als Antworten waren uns bei einigen Fragen nicht genug. Und niemand hat die Möglichkeit, auf die Antworten hin noch einmal nachzufragen. Viele Nachbarn und Betroffene kamen gar nicht zum Zug. Das Ganze ist doch ein Witz! Lasst euch mal was besseres einfallen, beispielsweise Videokonferenzen. Das ging ja bei der Live-Schalte mit Herrn Scheuer auch! Liebes OVB, ihr seid leider zu sehr pro Bahn und pro Politik! Wa rum kümmert ihr euch nicht mehr um die Bürger? Setzt euch mehr für sie ein!

Bettina Kübler

Schechen

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