Hardware reicht nicht

Zum Bericht „Corona bringt Bayern die digitale Zukunft“ (Bayernteil):

Jürgen Böhm, Landeschef des bayerischen Realschullehrerverbandes, kommentiert die Pläne von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo mit den Worten: „Die Hardware alleine wird keinen Innovationsschub bringen. Es braucht professionelle und externe Lösungen, um Systeme zu warten, zu administrieren und Fehler zu beheben.“

Das ist sicher schon mal nicht falsch, doch aus langjähriger Eltern-Erfahrung von schulpflichtigen Kindern kann ich sagen, dass auch die Lehrer eine nicht unerhebliche Rolle bei der ganzen Umsetzung spielen. Es hilft die beste Hardware nichts, wenn es kein stimmiges Konzept gibt.

Selbst wenn Hardware und Konzept vorhanden sind, braucht es noch die Motivation und Einsatzbereitschaft der Lehrer. Gerade jetzt zur Corona-Zeit sehe ich unglaubliche Aktionen von Lehrern, die kopierte Arbeitsvorlagen einscannen und diese Dokumente dann im JPG-Format per E-Mail an ihre Schüler verschicken – das ist nicht mein Verständnis von „digitaler Zukunft“. Ich hoffe, es gibt moderne Konzepte, motivierte Lehrer und ausreichend Hardware – „I have a dream!“

Werner Witte

Ampfing

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