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OVB-Leserforum

„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ – OVB-Leser diskutieren Maßnahmen gegen Megastaus an der Grenze

Die Fahrzeuge stauen sich aufgrund der Blockabfertigung an der österreichischen Grenze auf der A8 München – Salzburg vor dem Inntaldreieck.
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Die Fahrzeuge stauen sich aufgrund der Blockabfertigung an der österreichischen Grenze auf der A8 München – Salzburg vor dem Inntaldreieck.

Immer wieder sorgen die Blockabfertigungen an der Grenze zu Österreich zu kilometerlangen Staus. OVB-Leser diskutieren, was Bayern dagegen unternehmen könnte:

Dr. Hermann Probst (Rimsting): Es kam, wie es kommen musste: wieder ein Mega-Stau auf der Autobahn A8 in unserer Region. Grund: die Blockabfertigung in Tirol. Wäre da die „Rollende Landstraße“ nicht doch eine Lösung? Die Idee, Laster einfach hintereinander, mitsamt Zugfahrzeug, auf einen Eisenbahnwaggon zu rangieren und ab über den Brenner, ist einfach. Es braucht eine Schiene für die Waggons, eine Rampe, um den Laster auf den Waggon zu fahren. Es braucht Parkplätze. Was daran nicht zu finanzieren sein soll, erschließt sich nicht.

Natürlich wage ich es nicht, Fachleuten direkt zu widersprechen, die behaupten, das Ganze sei unwirtschaftlich. Hat man aber die Schäden an Umwelt und Gesundheit eingerechnet, die ein Mega-Stau verursacht? Sicherlich gibt es tolle technische Entwicklungen, die Transportballast, Verladezeit und Transportkosten einsparen. Diese Lösungen haben nur den einen Nachteil: Es gibt sie nicht im wirtschaftlichen Maßstab. Kein Ministerium, weder in München noch in Berlin, auch kein Transportunternehmen hat diese Ideen bislang nachhaltig umgesetzt. Eine „Rollende Landstraße“ aber wird es im Umkreis von Rosenheim nicht geben, das wage ich vorauszusagen.

Wie wäre es, wenn man großflächiger denkt? Am Umschlagbahnhof Riem im Osten Münchens – nahe dem Autobahnring – ist bereits ein moderner Güterbahnhof der Deutsche-Bahn-Tochter „Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS)“ in Betrieb. Warum also die Laster erst umweltschädlich über den Irschenberg schicken, wenn in Riem Lösungen vergleichsweise rasch möglich wären? Die Höhe der Lkw-Maut anpassen, die Strecke von Riem bis zur Grenze stark verteuern, dafür eine Verladung und Verschickung ab Riem fördern – das könnte doch rasch eingeleitet werden.

Georg Widdmann (Töging): Es ist einfach ärgerlich und nicht hinnehmbar, wie mit der Region vom Inntaldreieck bis Kiefersfelden umgegangen wird. Die bayerische Politik, sprich CSU, versagt total. Nicht nur jetzt, sondern schon die vergangenen Jahrzehnte. Nur mit Reden wird keine Lösung erreicht. Das hat man ja bisher gesehen.

Hier hilft nur Auge um Auge beziehungsweise Zahn um Zahn. Was heißt: Blockabfertigung auf bayerischer Seite, damit auch Tirol merkt, was für ein Chaos auf der Autobahn und auf Nebenstraßen herrscht.

Die Tiroler lachen über uns. Den Schwindel mit der Luftreinhaltung in Tirol kann man nicht für ernst nehmen, da durch die Windströmungen die schlechte Luft zum Beispiel vom Rückstau der Lkw auf der A 93 in Bayern auch nach Tirol gelangt.

Außerdem gibt es immer wieder Unfälle auf der Strecke, die nicht nötig wären. Es muss endlich den Menschen dort geholfen werden. Aber bei unseren Politikern beziehungsweise Lobbyisten zählt die Wirtschaft mehr als der Mensch. Niemand will Verantwortung übernehmen, setzt lieber Problemlöser ein und wartet und wartet und wartet. Das ist so typisch für Deutschland: Nichts passiert.

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