Leserbriefe

Der "neue" Haager Schlosshof – so finden ihn unsere Leser

Der Schlossturm, das Haager Wahrzeichen. 

Von der laufenden Umgestaltung des Haager Schlosshofs sind nicht alle begeistert. Drei Leser jedoch verteidigen hier die Maßnahmen.

Zum Leserbrief von Therese Schrelle zur Neugestaltung des Haager Schlosshofs: „Hätte man die Bänke vergolden können“ (Lokalteil)

"Sehr geehrte Frau Schrelle, im August hatte ich das Vergnügen bei einer Hochzeit im Schlossturm dabei zu sein. Es ist wunderschön – wie man hier Altes mit Neuem verbunden hat: Sehr gelungen! 

Der Außenbereich ist mit Kopfsteinpflaster und Rasen für Leute mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl kaum zugänglich – wäre doch schade, wenn all jene nicht zu den Aufführungen kommen könnten! 

Absolut sicher bin ich mir, dass die Bürgermeisterin dies zu keinem Zeitpunkt allein entschieden hat. Sowohl der Denkmalschutz, Architekten und der Marktgemeinderat waren daran beteiligt. Die Bürgermeisterin hat sich daran ja nicht bereichert (auch so etwas gibt es). 

Sehr gut passt da der OVB-Spruch vom Donnerstag von Willy Brandt: „Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben“. Noch eine Bitte: Halten sie den Herrgott aus weltlichen Dingen heraus – er hat genug mit kirchlichen Problemen zu tun!"

Mathilde Hudlberger Rechtmehring 

Lesen Sie hier: Heiraten im Haager Schlossturm, dem am höchsten gelegenen Trauungsort in der Region, ist in

"Leider ging das Unglück mit dem Haager Schlosshof schon sehr viel früher los, als zur Zeit der Säkularisation das gesamte Burgareal zur „Vernichtung“ freigegeben wurde. Auch unser ehemaliger Bürgermeister und sein damaliger Gemeinderat haben mit dem Verkauf der zwei Gebäude an der Schlosstreppe keinen wirklich guten Beitrag zur Erhaltung des Schlossturm-Ensembles beigetragen. Womöglich hätten wir uns sogar das hässliche Sorgenkind des jetzigen Pfarrheimes erspart. 

Was wir jetzt tun können, ist ein möglichst sorgfältiger Erhalt unseres wunderschönen Schlossturms, was in den vergangenen Jahren immer wieder gut und aufwendig praktiziert wurde. Sicherlich kann man sich über die Neugestaltung des Haager Schlosshofes trefflich streiten. Mangelnde Haager Seele vermag zumindest ich in der Neukonzeption des Hofes nicht erkennen. Vielmehr ist doch die Intention, historische Substanz (endlich) erneut funktional nutzbar zu machen. Tradition beziehungsweise Achtung der Historie ist eben nicht „das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“ (Morus). 

Der Schosshof sollte kein verglastes und verstaubtes Relikt vergangener Tage sein, sondern ein Ort der Begegnung von und für unsere Gemeinde."

Elisabeth Scheurer, Haag 

Lesen Sie hier aus unserem Archiv: Es geht voran: Zwischenstand zu den Sanierungsarbeiten im Haager Schlosshof


"Ich war vor Kurzem bei einer Schlossturmführung dabei, die übrigens sehr schön war. Es wurde alles super erklärt, und ich freute mich, dass ich dabei sein konnte. Gerade deshalb kann ich diese Meinung nicht verstehen. Ich finde, der Umbau beziehungsweise die Renovierung hat sich voll gelohnt. Die Außenanlagen mit dieser tollen Bühne und dem schönen warmen Licht sind sehr eindrucksvoll. Ich freue mich schon auf das Frühjahr, wenn die ganzen Grünstreifen mit dem Blumensamen, der extra von der bisherigen Wiese liebevoll eingesammelt und getrocknet wurde, wieder erblühen. 

Eine kleine Anmerkung, was die Bürgermeisterin betrifft: Nicht Frau Sissi Schätz hat so entschieden – die hat ja auch nur eine Stimme – sondern der gesamte Marktgemeinderat. Vielleicht schickt der Herrgott dem Gemeinderat einen Engel, der ihn nächstes Mal mit „Haager Herzblut“ berät. 

Helga Maier, Haag

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