Gute Nachbarschaft schaut anders aus

Zum Bericht „Österreich öffnet Grenzen für Touristen“ (Politikteil):

Noch vor wenigen Monaten durften Autofahrer Nebenstraßen im Land Tirol nur dann benutzen, wenn sie beabsichtigten, in einer an dieser Straße gelegenen Unterkunft auch ihr Geld auszugeben. Durchreisende wurden durch Polizeikräfte an einer freien Weiterfahrt gehindert. Jetzt kann es nicht schnell genug gehen, zahlungskräftige Touristen wieder ins Land zu locken. Wäre man in den Denkstrukturen des Mittelalters verhaftet, so würde einem diese Verhaltensweise an ein Raubrittertum erinnern. Der aufgeklärte Mensch des 21. Jahrhunderts erblickt in dieser Art von Gastfreundschaft allerdings lediglich eine profane und moralentfernte Gier nach Geld. Erinnert man jetzt noch an die Lkw-Blockabfertigung an der deutsch-österreichischen Grenze, so kann man festhalten, dass gute Nachbarschaft anders aussieht.

Markus KronbergerReischenhart

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