Grundschullehrer schlechter gestellt

Zu „Mehrarbeit für Lehrer beschlossen“ (Bayern):

Eigentlich sollte man Studenten von einem Studium für das Lehramt an Grundschulen dringend abraten oder zumindest den Wechsel in ein anderes Bundesland empfehlen. Denn zum Beispiel in Brandenburg, Sachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden auch Grundschullehrer nach Besoldungsgruppe A13 bezahlt. Bremen und Schleswig-Holstein haben Stufenpläne entwickelt. In Bayern ist dem leider nicht so. Da genügt A12, auch wenn die Grundschullehrer von vorneherein vier Stunden mehr zu unterrichten haben als ihre Kollegen an anderen Schularten und nun, zum kommenden Schuljahr, auch noch zu Mehrarbeit verpflichtet werden. Grundschullehrer hatten seit Corona neben dem Präsenzunterricht durch zusätzliche Beratungs- und Begleitangebote auch online das Lernen zu Hause zu coachen. Andere natürlich auch.

Aber sicherlich ist das mit den kleinen mit mehr Aufwand verbunden als mit älteren, selbstständigen Schülern. Auch für die Notbetreuung waren diese Lehrer zuständig. Man sollte auch bedenken, dass in der Grundschule mit einer sehr heterogenen Schülerschaft differenziert gearbeitet werden muss. Hier wird der Grundstein für die weitere schulische Entwicklung der Kinder und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen gelegt.

Rosi Hagenreiner

Stephanskirchen

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