Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Große Enttäuschung über verzögerten Bahnausbau

Zum Bericht „Bahnausbau München-Mühldorf-Freilassing verzögert sich“ (Lokalteil):

Und wieder wird der zweigleisige Ausbau von Mühldorf nach München um etliche Jahre verschoben – und das seit 1871. Zum Dank werden die Fahrkartenpreise klammheimlich um einen Euro erhöht. Dafür gehen Befrager der Deutschen Bahn durch die Züge und stellen so wichtige Fragen: „Was halten Sie vom Service der Bahn?“

Die Pendler werden fast täglich mehr. Hat da nicht einmal ein Mühldorfer Bürgermeister in München mit Plakat und seinem Konterfei geworben: „Auch ich war einmal ein Münchner, doch jetzt bin ich Mühldorfer, dank billiger Grundstückspreise und der Anbindung an München mittels der DB.“

Es ist ein Trauerspiel der DB und eine tägliche Qual für die Berufspendler. Viele Ältere von uns werden den zweigleisigen Ausbau nicht mehr erleben, dafür viele Pannen, stundenlanges Warten und die üblichen Vertröstungen.

Hermann Bredenkamp

Schönberg

Eine traurige Nachricht, dass sich der Bahnausbau deutlich verzögert. Zu dem Bericht darüber stellen sich mir aber einige Fragen: 1.) Warum wird in dem Artikel nicht ein einziges Mal erwähnt, dass das Gesetz zur Vorbereitung der Schaffung von Baurecht durch Maßnahmengesetz im Verkehrsbereich bereits am 22. März 2020, also unter der Federführung des CSU-Verkehrsministers Andreas Scheuer, erlassen wurde? 2.) Warum braucht die Bahn ziemlich genau zwei Jahre, um über die Auswirkung dieses „Beschleunigungsgesetzes“ auf den Bahnausbau zu informieren?

Lothar Witte

Mühldorf

Der zweigleisige Bahnausbau München-Mühldorf-Freilassing verzögert sich. Welch eine Überraschung! Hieß es nicht vonseiten der Berufspolitiker bereits in den 90er-Jahren: Mit Tempo 200 ins Jahr 2000? Was wurde alles angekündigt an „Meilensteinen“, über 100 000 Euro für mehrere feucht-fröhliche Spatenstich-Partys zum Fenster hinausgeworfen, und das Ergebnis im Jahr 2022: Von 143 Kilometern wurden gerade einmal 16 zweigleisig ausgebaut, noch dazu in zwei langjährigen Bauabschnitten.

Der erste Party-Sonderzug mit Blasmusik und hochrangigen EU-Weißwurst-Götzen fuhr übrigens schon im Jahre 2005, also vor gefühlt 20 Jahren, von München nach Ampfing. Damals hing in der Bahnhofshalle in Mühldorf ein Transparent der Bahn „Magistrale für Europa“. Einige dieser Bahnausbau-Party-Biester sind natürlich längst von der Bildfläche verschwunden. Der Status quo hingegen blieb.

Nun verzögert sich also die zweite Auflage der durchaus teuren Ausbau-Planungen (sie veranschlagen laut Fachleuten gut ein Viertel der gesamten Ausbaukosten). Die ersten Planungen wurden im Jahr 1999 von der Nach-Kohl-Regierung in Berlin geschreddert. Und man fragt sich, wie viele Steuergelder diese Berufspolitiker jeder politischen Farbe und Parteizugehörigkeit eigentlich noch verschleudern, verbrennen oder letztlich schreddern werden?

Egal ob in München oder Berlin: Überall werden geschönte Zahlen von Verspätungen präsentiert, bis hin zu Versprechen – von Blendern, deren Aussagen und Versprechen so lange zurückreichen, dass man sich eingestehen muss: Entweder fahren die da oben die Verkehrs- und damit auch die Energiewende bewusst an die Wand, oder die Bevölkerung bekommt eben jene Politiker, die das Volk parteiübergreifend verdient.

Michael Wengler

Mühldorf

Kommentare