Die größte Sünde

Zur Berichterstattung über „75 Jahre Auschwitz“ im OVB:

Es ist wichtig, dass 75 Jahre nach Auschwitz an diese wohl dunkelsten und schlimmsten Ereignisse unserer Geschichte erinnert wird. Wie konnte das geschehen, fragen wir heute zurecht und was wird wohl eine spätere Geschichtsschreibung über unsere Zeit sagen? Ich kann mir vorstellen, dass im Jahr 2050 der Münchner Bürgermeister nach Freiham kommt und ein Denkmal für die vielen ungeborenen Kinder, die man hier getötet hat, enthüllt. In seiner Ansprache wird er erwähnen, dass nur einige Jahrzehnte nach den großen Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, nach Au schwitz, wiederum das Recht auf Leben und die Würde jedes einzelnen Menschen, diesmal bei weltweit Millionen unschuldigen und wehrlosen ungeborenen Kindern, missachtet wurde. In der hier neu gebauten Trabantenstadt befindet sich auch ein Gesundheitszentrum. Im Erdgeschoss ist eine Kinderkrippe untergebracht, zwei Stockwerke darüber eine Abtreibungspraxis, deutschlandweit eine der größten. An jedem Werktag werden hier bis zu 20 ungeborene Kinder getötet. Das ist, nach meiner Meinung, die größte Sünde unserer Zeit und ich danke allen, die vor diesem Haus Gebetswachen halten und so auf dieses himmelschreiende Unrecht aufmerksam machen. Die katholische Kirche, viele Menschen und Hilfsorganisationen, auch alle Päpste der Nachkriegszeit bis zu unserem heutigen haben zu diesem großen Drama Gott sei Dank nicht geschwiegen, klar Stellung bezogen und geholfen. Wir sollten alle aus der Geschichte lernen und umkehren!

Joseph Hartmann

Kiefersfelden

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