Griechen allein gelassen

Zum Bericht „Türkei-Deal könnte wanken“ (Politikteil):

Es ist schockierend, wie die Inselbewohner und Flüchtlinge der Ägäis dort leben müssen – was ihnen die politischen Fehlentscheidungen der Anrainerstaaten eingebracht haben und wie sie jetzt Griechenland allein lassen. Ich sehe hier besonders die Staaten wie die reichen Ölscheichs, Russland, die USA und die radikalen Glaubensströmungen in der Pflicht – an Stelle ihrer schmutzigen Waffengeschäfte, wo ich auch die Europäer nicht ganz freisprechen kann. Diese Unsummen, die seit Jahren die Kriegsführung schon gekostet haben, könnte man zur schnellen Lösung des Flüchtlingsproblems einsetzen. Denn mit Waffen und Volksverhetzung von so manchem machtbesessenen politischen Gernegroß schafft man keinen Frieden. Seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 wurde von den Erstankunftsstaaten enorm viel geleistet, aber manchmal hatte man so den Eindruck, wir Deutschen wären für alles zuständig. Von uns wurde schnell und unproblematisch für Zehntausende Hilfe geleistet. Daher ist es nun besonders beschämend, dass jetzt daraus politische Gruppen in unserem Land, denen das eigene Ich vor der Staatsgemeinschaft steht, Nutzen ziehen wollen und durch ihre politische Propaganda den Volksfrieden aushöhlen. Bedauerlicherweise laufen ihnen verschiedene von Rassismus angehauchten Gruppen gedankenlos und leichtsinnig nach. Die Geschichte in Deutschland hat doch gezeigt, wo so ein verantwortungsloses Treiben hinführen kann.

Josef Fenninger

Weibhausen

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