Greta Thunberg im ICE: Vielleicht nur eine weitere Demo

Zur Berichterstattung über Greta Thunberg im ICE (Titelfoto):

Da verkauft doch tatsächlich die Deutsche Bahn einer Minderjährigen ein ICE-Ticket, ohne darauf hinzuweisen, dass in Deutschland viele umweltbewusste Bürger mit dem ICE reisen und es zweckmäßig ist, einen Sitzplatz zu reservieren. Zum Glück gehört zur Entourage ein Fotograf, der diesen Missstand im Bild festhält. Vielleicht ist es vermessen, von einer 16-Jährigen mit Tätigkeitsschwerpunkt „Auslösung von weltweiten Demos“ gesunden Realitätssinn zu erwarten. Schließlich kümmert sich um banale Dinge wie die Organisation eines Segeltörns nach Amerika oder einer Bahnreise ein Stab mit einem Vater als Chef. Vielleicht sehe ich aber alles ganz falsch. Greta wollte sich nur anpassen. Häufige ICE-Benutzer wissen, dass es für Jugendliche offenbar als „uncool“ gilt, einen freien Platz im Großraumwagen zu besetzen. Als „cool“ gilt der Bodenplatz im Durchgang zwischen den Waggons. Dieser Platz hat auch den Vorteil, dass man keinen Sitznachbarn ertragen muss, der meckert, wenn das Smartphone plärrt. Oder sollte es schlicht eine weitere Demo sein? Titel: So geht Deutschland mit einer gefeierten Klima-Aktivistin um!

Wolf Kutzbach

Grassau

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