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Grenze zu Tirol alles andere als ein „hochintelligentes System“

Zur Verlängerung der Grenzkontrollen von Tirol nach Deutschland (Politik- und Regionalteil):

Herr Seehofer wird zitiert, dass „es bei einer Pandemie zumutbar sei, an der Grenze einen Negativtest vorzuweisen, um einreisen zu dürfen“. Kennt Herr Seehofer eigentlich seine eigenen Verordnungen nicht?

Trotz Negativtest ist es mir seit Mitte Februar nicht mehr möglich, meine Lebensgefährtin in Bayern, mit der ich seit 23 Jahren!! liiert bin, zu besuchen. Ebenso wenig ist das umgekehrt ohne Quarantäne möglich, für eine Berufstätige also de facto unmöglich.

Auch ist es nicht möglich, dass Familien deren Angehörige besuchen, dass Leute ihren Arzt in Bayern besuchen, dass Pendler, die nicht „systemrelevant sind“, über die Grenze dürfen um in Bayern zu arbeiten. Firmen aus Tirol haben bereits Aufträge in Bayern verloren, da nicht absehbar ist, wann diese wieder dort arbeiten dürfen.

Herr Seehofer wird weiter zitiert, dass „die Grenze heute nicht mehr aus einfachen Schlagbäumen besteht, sondern ein hochintelligentes Grenzsystem ist“. Solche Maßnahmen tatsächlich als „intelligente Lösungen“ zu bezeichnen, zeugt wohl von einem ordentlichen Maß an Selbstüberschätzung.

Ein intelligentes System würde nicht unbescholtene Bürger dazu zwingen, sich wie in der ehemaligen DDR illegal über die grüne Grenze begeben zu müssen, nur um seine Lieben zu besuchen, es würde nicht Eltern von ihren Kindern fernhalten, und es würde nicht die Tiroler Feuerwehren davon abhalten, bei einem Feueralarm über die Grenze zu fahren.

Wer das nicht glaubt, kann sich gerne im Landratsamt Rosenheim erkundigen. Selbst die Tiroler Feuerwehr braucht einen 24-stündigen negativen Test, wenn sie ihren Kollegen jenseits der Grenze helfen will. Ein Corona-Kranker ist anscheinend mehr wert als ein Brandopfer.

Herr Seehofer, ein intelligentes Grenzsystem sieht definitiv anders aus!

Thomas Scherlin

Erl/Tirol

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