Greifvögeln helfen

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Greifvögel über Wiesen und Feldern sind vielen ein vertrautes Bild. Diese sind jedoch in ganz Bayern vom Aussterben bedroht. Der Mäusebussard ernährt sich vor allem von Feld- und Wühlmäusen. Er erbeutet sie jedoch nicht nur im Flug. Viel energiesparender ist die „Ansitzjagd“. Dabei sitzen die Vögel auf Bäumen oder Weidepfosten am Straßenrand und warten geduldig, bis sie Beute erspähen. Leider herrscht auch in unserem Landkreis in den Wiesen, Ackerfluren, an Flussläufen und Seen ein erheblicher Mangel an Ansitzstangen. Grundstückseigentümer können helfen, indem sie diese als Baumersatz an Feld- und Wiesenrändern anlegen. Im Garten, an geeigneten Plätzen aufgestellt, ist die Ansitzstange eine Möglichkeit, die Wühlmäuse auf natürliche Weise zu bekämpfen. So können natürliche Feinde wie Mäusebussard oder Turmfalke angelockt werden. Lässt man der Natur freie Hand, muss man sich nicht mehr selbst um die Wühlmausbekämpfung kümmern.

Zum Bau wird ein zwei bis vier Meter langes, fünf Zentimeter starkes Rundholz und eine 30 Zentimeter lange, drei bis fünf Zentimeter starke naturbelassene Querstange benötigt, die mit einer Schraube am oberen Stangenende mittig befestigt wird. Kosten und Zeitaufwand sind gering, der Nutzen aber groß, da so der Mäusebestand erheblich reduziert wird.

Hans-Joachim Feiner

Stephanskirchen

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