Gottes frohe Botschaft bringt unser Leben in Schwung

Strafender Gott oder Verkünder der frohen Botschaft – ein Widerspruch?
+
Strafender Gott oder Verkünder der frohen Botschaft – ein Widerspruch?

Zu „Gottes Schöpfung und die Corona-Pandemie“ und „Corona eine Strafe Gottes“ (Leserbriefe):

Mit Celine Kutschenreu ther, Jakob Grandl und auch Wilhelm Müllauer stimme ich darin überein, im inneren Gespräch (Gebet) mit Gott und seiner geschaffenen Welt zu bleiben. Doch darf die Aufforderung hierzu nicht wie eine religiös verbrämte Zwangsjacke daherkommen, die einem den Lebensatem abschnürt und Jesu Christi eigentlich frei machende Frohbotschaft am Menschen vorbei an die Wand fährt. Zudem ist Gott weder in naturwissenschaftlichen noch in moralischen Gesetzmäßigkeiten gefangen, sondern er befreit aus der Muffigkeit des Alltagstrotts, schenkt Distanz und zugleich auch den liebevollen Blick. Dem Zweiten Vatikanischen Konzil gemäß gilt die Einladung an alle: Fenster (Herzen) auf, damit der erfrischende Wind, der Heilige Geist der Freude und der Liebe, das Leben in Schwung bringt.

Hans-Jürgen Langer

Rosenheim

Hier stellt sich mir die Frage, welcher strafende Gott dies sein soll. Aus der Heiligen Schrift wissen wir, dass es viele Götter, Gottheiten und Götzen gibt, die von der Menschheit angebetet und verehrt werden, aber dass es nur einen Schöpfergott gibt, der Himmel und Erde und alles, was darauf wohnt und lebt, erschaffen hat. Das ist der Gott, dessen Name früher in unseren Kirchen noch zu lesen war, der sein Volk aus Ägypten führte und uns durch Mose das Alte Testament überlieferte. Es ist der liebende Gott, welcher seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen sandte. Womit dieser als Messias das Alte Testament erfüllte und uns von Gott lehrte. Der Jesus, der mit uns einen neuen Bund schloss, sein Leben für unser aller Sünden gab und uns das Neue Testament sowie den Heiligen Geist zuteilwerden ließ. Warum sollte uns dieser Gott mit einer Katastrophe oder einem Virus bestrafen wollen, wo er unser aller Sünde doch schon längst getilgt hat? Wie sieht es da mit dem Gott dieser Welt aus, der auch Satan oder Teufel genannt wird? Der wie ein brüllender Löwe durch sein Reich streift, da er weiß, dass er nur noch eine kurze Frist hat? Könnte dieser den Menschen Angst machen wollen? Oder könnte es sein, dass Krankheiten und Katastrophen nur die Folge, ja das Ergebnis der Entwicklung einer Menschheit ist, die gemäß dem Gott dieser Welt aus Gier nach Macht, Ruhm und Reichtum die Naturgesetze missachten und die Gebote des Schöpfers ablehnen? Wurde dem Menschen nicht der freie Wille gegeben, selbst für sein Leben zu entscheiden, ob er den bequemen Weg gehen oder den schmalen Weg suchen möge, der zum ewigen Leben führt? Gott hat uns sein Wort gegeben: Wer im Buch des Lebens geschrieben steht, wird auferstehen zum ewigen Leben. Warum sollten wir Christen vor dieser Corona-Krankheit so viel Angst haben, da uns Jesus Christus doch von der Sünde dieser Welt (von Gott dieser Welt) teuer erkauft hat?

Ludwig Moosmüller

Aschau im Chiemgau

Kommentare