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Gorbatschow ein großer Staatsmann

Michail Gorbatschow, früherer sowjetischer Präsident, im Jahr 2018 bei der Vorstellung seines neuen Buches. Der Friedensnobelpreisträger rief unter anderem dazu auf, die derzeitige Spaltung zwischen Russland und dem Westen zu überwinden.
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Michail Gorbatschow, früherer sowjetischer Präsident, im Jahr 2018 bei der Vorstellung seines neuen Buches. Der Friedensnobelpreisträger rief unter anderem dazu auf, die derzeitige Spaltung zwischen Russland und dem Westen zu überwinden.

Zum Bericht „Entspannungspolitik mit Gorbatschow“ (Blickpunkt):

Wie aus den Medienberichten vom 3. März 2021 hervorgeht, feiert der frühere Generalsekretär der UdSSR seinen 90. Geburtstag. Er hat in seiner Laufbahn das Ende des Kalten Krieges eingeleitet und gleichzeitig die Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung und Freiheit der Ostblockstaaten geschaffen.

Damit hat Gorbatschow der Welt gezeigt, was man mit Vernunft und Vertrauen zum friedlichen Zusammenleben der Völker ohne Waffen beitragen kann. Diese politische Weitsicht von Gorbatschow verdient einen besonderen Dank.

Jedoch finde ich es verantwortungslos, wie sich bei uns und innerhalb Europa wieder politische Gruppen bilden, von denen ich bezweifle, ob sie die freiheitliche demokratische Ordnung verteidigen.

Daher finde ich es von einem Teil der Bürger leichtfertig, wenn sie jetzt wieder diesen Gruppen nachlaufen, was zur Diktatur führen kann. Denn wir hatten das in 1930er- und 1940er-Jahren schon, was zur weltweiten Katastrophe geführt hat. An Gorbatschow sollten sich so manche Staatsmänner und fanatische Religionsführer ein Beispiel nehmen, die durch ihren Hochmut, Hass und Überspanntheit ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder in verschiedenen Teilen der Welt verheerendes Unheil, Vertreibung und Gewaltverbrechen gegen die Menschlichkeit anrichten.

Dabei finde ich es besonders unmoralisch, wenn dieses verbrecherische Treiben von verschiedenen Mächten mit Waffen beliefert wird, die im Hintergrund nur ihre Interessen vertreten, um sich so durch ihre Scheinheiligkeit in der Öffentlichkeit als Saubermänner darzustellen.

Josef Fenninger sen.

Weibhausen

In dem Gastbeitrag von Franz Alt zeigen Sie auf einem Foto die Szene vor dem Bonner Rathaus bei Gorbatschows Besuch in Deutschland im Juni 1989. Hinter Gorbatschow (mit Amtskette) ist der damalige Oberbürgermeister von Bonn, Hans Daniels, im Bild. Das Ganze spielte sich fünf Monate vor dem Mauerfall ab, der damals noch eine unrealistische Utopie war.

Wer das widerwärtige Treiben bestimmter Gruppierungen von Bonner Bürgern, Berlin als Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland zu verhindern, vergessen hat, darf an einen Satz erinnert werden, den Oberbürgermeister Daniels in seiner Begrüßung von Präsident Gorbatschow wörtlich sagte (Original zitat): „Gerade wir Bonner sind uns bewusst, dass unsere Stadt die Aufgaben als Hauptstadt nur stellvertretend für Berlin so lange wahrnimmt, bis eine Wiedervereinigung Deutschlands in Frieden und Freiheit möglich ist.“

Immerhin gibt es auch bei Politikern die – leider seltene – Fähigkeit, Irrtümer einzugestehen.

Ein hochrangiger SPD-Politiker, den ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit Ende der 90er-Jahre im Ausland traf und den ich fragte, wie er in der Hauptstadtfrage abgestimmt habe, sagte mir: Es ist die einzige politische Niederlage, über die ich heute froh bin.

Martin Theurer

Schleching

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