Glaubens- und Anbetungsmangel

Zum Leserbrief von Dr. Edgar Büttner „Diözesanleitung fehlt der Wille“:

Ja, Herr Dr. Edgar Büttner, das mit dem „Willen“ ist nicht so leicht, denn auch der Vatikan sowie Bistumsleitungen müssen sich an die Regeln und Paragrafen halten, auch das Lehramt spielt eine Rolle. Der priesterliche Zölibat ist bei den Modernisten immer schon eine faule Ausrede für den Priestermangel gewesen. Mit der gleichen Misere schlägt sich doch auch die evangelische Kirche herum, obwohl diese Pfarrer verheiratet sind.

Die eigentliche „Notlage“ ist nicht der Priestermangel, sondern der drastische Glaubens- und Anbetungsmangel in Deutschland, das neu der christlichen Mission bedarf! Sollte uns das nicht viel stärker umtreiben? Ist nicht die Verdunstung des Glaubens, der dramatische Befund als die wachsende Entfernung zwischen den Stätten sonntäglicher Eucharistiefeiern?

Unsere einzige und wichtigste Aufgabe ist an der Rettung des heiligsten Messopfers im reinen altehrwürdigen Ritus und auch Erneuerung des katholischen Priestertums zu beten und erbitten! Stattdessen gibt es immer Neuerungen und Veränderungen, um sie regelrecht kaputt zu reformieren. Kürzlich hat in Fulda die Vollversammlung der Bischöfe stattgefunden – und da sagte doch zum Abschluss der Vollversammlung ein Bischof: „Wenn wir all die gewünschten Neuerungen einführen würden, können wir morgen zusperren!“

Jakob Grandl

Riedering

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