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Gespaltene Meinungen über die weitere Nutzung der Atomkraft

Zu den Berichten über die weitere Nutzung der Atomkraft (Politikteil):

Atomkraftwerke eignen sich nicht für billigen Populismus. Das Risiko ist zu groß. Keine Versicherung würde einen Atomunfall versichern. Und jeder, der dabei Haus und Hof verliert, haftet für seinen Schaden persönlich. Die Sicherheitsstandards sind veraltet. In Analogie: Mit einem derartigen Vehikel würden wir beim TÜV durchfallen.

Solange längst fertige Fotovoltaik-Anlagen monatelang auf einen Netzanschluss warten müssen, mit billigen Tarifen nachts Strom entsorgt wird und wir zum Trocknen unserer Autos die Leistung eines halben Atomkraftwerkes verbraten, haben wir zu viel Strom. Verbilligter Nachtstrom ist ein Hinweis für zu viel Atomstrom im Netz. Und solange wir zum Beispiel keine Geschwindigkeitsbegrenzung brauchen, ist auch Mineralöl kein knappes Gut.

Durch unnötigen Energieverbrauch werden der Klimawandel, die Energiepreise und die Inflation angetrieben. Das trifft vor allem die Ärmeren unter uns hart. Anders als Atom- können Gaskraftwerke Schwankungen der Regenerativen ausgleichen und liefern nebenbei quasi umsonst Energie für die Fern- und Nahwärmeversorgung. Gas- durch Atomkraftwerke zu ersetzen, ist technisch so intelligent, wie wenn man ein Taxi durch einen Lkw ersetzen wollte. Das Vokabular, mit dem derzeit Panik in der Bevölkerung verbreitet wird, erinnert an das Untergangsszenario beim Atomausstieg vor vielen Jahren. Deutschland kann mit seinen Ingenieuren und seiner innovativen Wirtschaft auch mit rund acht Prozent weniger Energie auskommen. Wir sollten uns auf unsere Kräfte, Solidarität und Fähigkeiten besinnen und mit mehr Selbstbewusstsein gemeinsam die Probleme unserer Zeit anpacken.

Professor Dr. Albert Staudt

Bruckmühl

27 Prozent unseres Energieverbrauchs 2021 basiert auf erneuerbaren Energieformen. Die Windkraft hat bei den Erneuerbaren mit rund acht Prozent den größten Anteil. Die Windkraft zu erweitern, ist in jedem Fall sinnvoll, solange man die Limitationen erkennt – also keine Sahara- und windreichen Nordmeerflächen für Solar und Wind anmieten muss, um überzogene Zielvorgaben zu erreichen.

Berücksichtigt man, dass Kohle, Gas und Öl immer noch rund 73 Prozent des Energie-Verbrauchs darstellen, wird deutlich, dass wir noch einen sehr langen, steinigen Weg vor uns haben, um Klimaneutralität zu erreichen. Der Windkraftsektor wie auch die Fotovoltaik können aufgrund ihrer sporadischen und räumlich weitgefächerten Struktur nur einen beschränkten Beitrag liefern.

Es braucht pragmatische, kräftige Lösungsansätze durch Maßnahmen mit Anlagen hoher, konzentrierter Energiedichte, die zuverlässig, naturunabhängig, ohne Speicher, bedarfsgesteuerte Energie erzeugen.

Es gibt solche nahezu endlosen Energieformen mit Kernfusion, Tiefstbohranlagen und so weiter, die jedoch noch nicht praktikabel sind. Wir haben allerdings jetzt schon die optimale Lösung, und sie wird weltweit neben den Erneuerbaren erweitert und ausgebaut: die Kernenergie. Frankreich, mit rund 75 Prozent seines Energiebedarfs aus Kernenergie, zeigt uns den Weg.

Ingrid Wieland

Prien

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