Geschäftsleute einbeziehen

Zur Berichterstattung über die Stadtplatzsanierung in Neumarkt-St.

Veit (Lokalteil):

Ich finde es gut, dass alte Steine wiederverwendet werden. Und Barrierefreiheit muss einfach sein. Aber generell ist ja schon alles entschieden. Der Fragebogen der Bürger wird wohl kaum Änderungen erbringen. Nicht die Sanierung belebt den Marktplatz, sondern die Geschäfte. Es hätten von Anfang an auch Vertreter der Geschäftsleute bei den Entscheidungen mit Stimmrecht einbezogen werden müssen. Der Stadtrat entscheidet, was er denkt, was den Stadtplatz belebt. Aber nicht die Neugestaltung belebt diesen – sondern die Geschäfte beleben! Ohne Einzelhandel stirbt der Stadtplatz aus. Und wenn ich Stolperstellen mit einer Höhe von sechs Zentimetern installiere, damit die Autos nicht drauffahren, oder man beim Behindertenparkplatz nicht mehr richtig ausparken kann, hält das Passanten eher fern. Langsam finde ich es traurig, dass auf Biegen und Brechen alles komplett neu gemacht wird. Und ehrlich: Die Fassaden kamen bisher auch schön zur Geltung – mit dem roten Pflaster. Aber der Bürger kann doch nix mehr ändern. Man wird nur belächelt, wenn man sich dagegen auflehnt.

Elli Hellfeuer

Neumarkt-St. Veit

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